EEG-Umlage

VBEW: Höhere Strompreise in Bayern wegen erneuerbaren Energien

Da immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird, erhöhen sich die Abgaben für die EEG-Umlage. Dies wird nach Ansicht des VBEW besonders die Strompreise in Bayern erhöhen. Zudem steigen durch nötige Investitionen in Stromnetze auch die Netzentgelte an, was sich ebenfalls auf den Strompreis auswirkt.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Zum Jahreswechsel steigt die EEG-Umlage für die Vergütung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien für jede an den Endverbraucher gelieferte Kilowattstunde von rund 1,2 auf über 2 Cent an, so Jörn-Helge Möller, Geschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V., kurz VBEW. Insgesamt müssten 2010 in Deutschland mindestens 12,7 Milliarden Euro an Vergütungen an die Anlagenbetreiber ausgezahlt werden.

Fördersummen fallen zu einem Drittel auf Windenergie

Von den Fördersummen der EEG-Umlage entfällt ein gutes Drittel auf die Stromerzeugung aus Windenergie, ein weiteres Drittel auf die Erzeugung aus Biomasse und knapp das letzte Drittel auf die Photovoltaik, die aber nur mit rund 9 Prozent zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beiträgt. Diese Gelder kommen beim Betreiber einer EEG Anlage wie zum Beispiel einer installierten Solaranlage direkt an.

Zusätzliche Kosten für Bayern durch Ausbau der Stromnetze

Da in Bayern der Bau von EEG-geförderten Anlagen besonders hoch sei, sind zudem noch Investitionen in den Ausbau der Stromnetze nötig. Beispielsweise ist Bayern das Bundesland mit der höchsten Dichte an Solaranlagen. Dies führte zu einem Anstieg der Netzentgelte, so der VBEW. Netzentgelte sind Gebühren, die Stromanbieter an den Netzbetreiber bezahlen müssen, damit sie deren Stromnetze nutzen dürfen. Die Netzentgelte machen dem Verband zufolge rund ein Viertel der Stromrechnung aus.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitungen

    Koalition: Netzentgelte werden stufenweise angepasst

    Die Netzentgelte zahlen Stromkunden über ihre Energierechnung. Die Beträge sind höchst unterschiedlich und vor allem im Osten Deutschlands vergleichsweise hoch. Die Koalition hat sich darauf geeinigt, die Abgaben schrittweise anzupassen.

  • Netzausbau

    Netzbetreiber: Mehr teure Noteingriffe zum Jahresbeginn

    Auch bei Netzbetreiber Tennet sind die Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes erheblich gestiegen. Wegen fehlender Stromleitungen, müssen Windparks abgeschaltet und Reservekraftwerke hochgefahren werden. Die Rechnung dafür erhalten die Verbraucher.

  • Stromtarife

    dena-Chef fordert bundesweiten Verbund für Stromnetze

    Der Chef der Deutschen Energieagentur, Stephan Kohler, hat einen bundesweiten Verbund für die Stromnetze gefordert. Die Käufer der Höchstspannungsnetze von E.ON und Vattenfall Netzen sollen dabei voran gehen. Die Netze müssten für die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien ausgebaut werden.

  • Stromtarife

    DUH: Ökostrom nicht für hohe Strompreise verantwortlich

    Die Deutsche Umwelthilfe widerspricht der Behauptung, dass erneuerbare Energien im nächsten Jahr für höhere Strompreise sorgen. Die entlastenden Effekte durch den Zubau erneuerbarer Energien werden systematisch ignoriert, so die DUH.

  • Strompreise

    Übertragungsnetzbetreiber prognostizieren EEG-Umlage für 2010

    Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die Prognose der 2010 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage für das Jahr 2010 veröffentlicht.

Top