Ökosteuer

VBEW fordert: Strom nicht weiter belasten

Die bayrischen Energieversorger fordern, Strom im Vergleich zu anderen Energieträgern nicht weiter zu benachteiligten. Allein durch die Ökosteuer würden die privaten Haushalte in Bayern derzeit eine finanzielle Belastung von etwa 280 Millionen Euro pro Jahr tragen. Sie wird nach VBEW-Angaben im Jahr 2003 auf mehr als 320 Millionen Euro steigen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) fordert, Strom im Vergleich zu anderen Energieträgern nicht weiter zu benachteiligen. Eine weitere Steuerbelastung führe nicht nur zu höheren Strompreisen für Haushalte, sondern auch für Gewerbe und Industrie und bedrohe Arbeitsplätze.

Bereits heute betrage die Staatsquote am Strompreis durch Ökosteuer, Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer und Abgaben nach dem Erneuerbaren-Energien- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz etwa 40 Prozent. Allein durch die Ökosteuer würden die privaten Haushalte in Bayern derzeit eine finanzielle Belastung von etwa 280 Millionen Euro pro Jahr tragen. Sie wird nach VBEW-Angaben im Jahr 2003 auf mehr als 320 Millionen Euro steigen.

Der VBEW beschwert sich zudem darüber, dass auch die Steuer auf Strom für Nachtspeicherheizungen überproportional angehoben wird. Vergessen würde dabei, dass in Bayern über 80 Prozent des Stromes völlig schadstoff- und Kohlendioxidfrei erzeugt und in den Nachtspeicherheizungen in Wärme umgewandelt wird. Eine Benachteiligung dieses Heizsystems ist daher aus Sicht des VBEW umweltpolitisch nicht zu rechtfertigen. Besonders unverständlich sei, so der VBEW, dass die in der Umweltbilanz im Vergleich zu anderen Heizsystemen hervorragend abschneidende elektrische Wärmepumpe mit der vollen Ökosteuer belastet wird.

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