Richtige Richtung

VBEW begrüßt Förderung der Wasserkraft im neuen EEG

Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft die im neuen EEG geplante Förderung größerer Wasserkraftanlagen. Allerdings dürfe nicht nur der Aus- und Neubau von Wasserkraftwerken unterstützt werden. Die Förderung müsse auch sicherstellen, dass erforderliche Sanierungen bei bestehenden Anlagen durchgeführt werden können.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) begrüßt den in der vergangenen Woche vorgelegten Referentenentwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes als Schritt in die richtige Richtung. Danach soll auch Strom aus großen Wasserkraftanlagen über fünf Megawatt bis zu einer installierten elektrischen Leistung von bis zu 150 Megawatt unter bestimmten Voraussetzungen vergütet werden.

Allerdings dürfe nicht nur der Aus- und Neubau von Wasserkraftwerken unterstützt werden, forderte der VBEW. Die Förderung müsse auch sicherstellen, dass erforderliche Sanierungen bei bestehenden Anlagen durchgeführt werden können. "Andernfalls drohen auch größere Wasserkraftwerke ins wirtschaftliche Abseits zu geraten." Dies liege zum einen am starken Preisverfall nach der Liberalisierung der Stromversorgung, zum anderen an den kostensteigernden, hohen Auflagen der Behörden.

Die Wasserkraft leistet einen wichtigen Beitrag zur günstigen Kohlendioxid-Bilanz in Bayern. Während der Kohlendioxid-Ausstoß im Freistaat pro erzeugter Kilowattstunde Strom bei knapp 150 Gramm liege, würden bundesweit rund 530 Gramm ausgestoßen. Die Wasserkraft sei darüber hinaus die effizienteste und kostengünstigste Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Sie benötige im Vergleich zu anderen regenerativen Energieträgern den geringsten Förderanreiz. "Vor diesem Hintergrund müssen die Förderungen des EEG grundsätzlich auf ihre Effizienz hin überprüft werden. Der Stromverbraucher darf insgesamt nicht noch weiter belastet werden", so der VBEW abschließend.

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