Neue Freileitung

Vattenfall verstärkt Thüringer Strombrücken

Vattenfall hat eine neue Freileitung in Thüringen in Betrieb genommen. Sie verbindet Vieselbach und Remptendorf und verstärkt somit die Thüringer Strombrücken. Für diesen Ausbau investierte die Vattenfall Europe Transmission GmbH insgesamt knapp 35 Millionen Euro.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach knapp zweijähriger Umbauzeit haben Dr. Martin Martiny, Vorstandsmitglied der Vattenfall Europe AG, und Andreas Trautvetter, Thüringer Minister für Bau und Verkehr, in dieser Woche im Umspannwerk Remptendorf die Freileitung von Vieselbach über Großschwabhausen nach Remptendorf mit einem Knopfdruck von 220 kV auf 380 kV umgestellt und einen neuen Großtransformator in Betrieb genommen.

"Mit der Inbetriebnahme verstärken wir die bestehenden Thüringer Strombrücken und nutzen von nun an die Übertragungsfähigkeit unseres bereits vorhandenen Höchstspannungsnetzes in Thüringen voll aus", erklärte Dr. Martiny. "Damit ist die Stromversorgung sowohl für regional ansässige Firmen und Netzbetreiber wie der E.ON Thüringer Energie AG als auch weit über die Grenzen von Thüringen hinaus noch stabiler", so Martiny weiter.

Andreas Trautvetter, Thüringens Minister für Bau und Verkehr, damit auch für Raumordnung und Landesplanung zuständig, würdigte bei der Inbetriebnahme des Knotens Remptendorf die bisherigen Anstrengungen von Vattenfall Europe für eine stabile Stromversorgung Thüringens. Ein überzeugenderes strategisches Unternehmensziel könne es nicht geben als "effizient-sicher-umweltverträglich", wie der Dreiklang bei Vattenfall heiße.

Insgesamt etwa 35 Millionen Euro investierte die Vattenfall Europe Transmission GmbH in dieses Projekt. Für Ende 2008 ist eine weitere Freileitung geplant. Sie dient vor allem der Aufnahme von erneuerbaren Energien, zunehmend auch aus Biomasse-Kraftwerken und soll die Räume Halle/Saale, Erfurt und Nordbayern miteinander verbinden.

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