GdF interessiert

Vattenfall verkauft Anteile an Berliner Gasag

Vattenfall verkauft seine Anteile an Berlins größtem Gasversorger Gasag, ein entsprechenden Bericht der "Berliner Zeitung" bestätigte Vattenfall Europe. "Wir haben damit begonnen, potenzielle Bieter anzusprechen, was unsere Anteile an der Gasag angeht", sagte Vattenfall-Sprecher Stefan Müller der Zeitung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Vattenfall besitzt knapp ein Drittel der Anteile an der Gasag, die mehr als 600.000 Haushalte in Berlin mit Gas versorgt. Mit dem Gas- und Stromversorger E.ON, der über die Stadtwerketochter Thüga beteiligt ist, der französischen Gaz de France Suez (GDF) und der deutschen Tochter des schwedischen Staatsunternehmens Vattenfall gehört die Gasag drei international tätigen Energieriesen, die in scharfer Konkurrenz zueinander stehen.

Nach Informationen der Zeitung ist insbesondere GDF an einer Übernahme der Vattenfall-Anteile interessiert und würde damit eine Mehrheit erwerben. Der Konzern hält derzeit wie Vattenfall knapp 32 Prozent der Anteile. GDF wollte einen möglichen Einstieg auf Anfrage nicht kommentieren. Der Verkauf der Gasag wird über die Bank Sal. Oppenheim abgewickelt, die einen Kommentar zu dem Vorgang allerdings ablehnte.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tarifrechner

    RWE und Vattenfall kündigen höhere Strompreise an

    Das Preiskarussell dreht sich munter weiter: Jetzt haben auch die großen Versorger RWE und Vattenfall angekündigt, im kommenden Jahr die Strompreise zu erhöhen. RWE hält sich mit Details noch bedeckt, bei Vattenfall steht jetzt fest, dass die Kunden die höchste Preissteigerung verkraften müssen, die es für Kunden des Konzerns in Deutschland jemals gab.

  • Stromtarife

    Vattenfall verkauft Anteil am Kohle-Kraftwerk Rostock

    Vattenfall hat seinen Anteil von 25 Prozent am SteinkohleKraftwerk Rostock an die RheinEnergie AG, Köln, verkauft. Der Kaufpreis liege im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, wie Vattenfall am Dienstag in Berlin mitteilte. RheinEnergie übernimmt außerdem noch den RWE-Anteil.

  • Stromnetz Ausbau

    Energieversorger wollen Netze offenbar gemeinsam betreiben

    Die vier Eigentümer der deutschen Stromübertragungsnetze erwägen laut Presseinformationen den gemeinsamen Betrieb ihrer Netze. Dadurch könnten die Kosten für den Netzbetrieb jährlich um dreistellige Millionenbeträge sinken.

  • Energieversorung

    Berliner Gasag unterbietet Gaspreise von RWE

    Mit Kampfpreisen will der Berliner Gasversorger Gasag den Heimatmarkt von RWE aufmischen. Gasag-Chef Andreas Pohl will laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" in Nordrhein-Westfalen, wo RWE bislang nahezu unangefochten dominiert, Erdgas etwa fünf Prozent günstiger als der Energieriese anbieten.

  • Hochspannungsleitung

    Zeitung: Berliner Strompreise steigen im Mai

    Zum Jahresbeginn müssen sich die Berliner an einen neuen Namen gewöhnen: Die Traditionsmarke Bewag wird aufgegeben, der örtliche Stromversorger heißt ab 1.1.2006 Vattenfall. Dafür sollte wenigstens bei den Preisen alles beim Alten bleiben. Dachten nicht nur die Berliner. Der "Tagesspiegel" schreibt heute etwas anderes.

Top