Kooperation

Vattenfall und Brandenburg gegen Rechtsextremismus

Brandenburg und Vattenfall Europe Mining & Generation wollen im Kampf gegen Rechtsextremismus zusammenarbeiten. Dazu haben Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp als Koordinator des Handlungskonzepts "Tolerantes Brandenburg" und Vattenfall-Vertreter eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/sm) - Darin bekräftigt Vattenfall seinen Einsatz für Toleranz und Weltoffenheit sowie gegen Rechtsextremismus und fremdenfeindliche Gewalt.

Unternehmen, die ausländerfeindliche Parolen am Arbeitsplatz nicht duldeten, trügen dazu bei, dass sich rechtsextremes Gedankengut in der Gesellschaft nicht festsetzen könne, sagte Jungkamp. "Als starker Partner wollen wir ein Signal setzen und dem Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg noch mehr Gehör und Anhänger verschaffen", sagte Vattenfall-Europe-Vorstandsmitglied Hermann Borghorst.

Die die Lausitzer Tagebau betreibende Vattenfall Europe Mining AG und die Vattenfall Europe Generation AG als Kraftwerksbetreiber gehören zu den größten Arbeitgebern in Ostdeutschland. Beide Firmen beschäftigen nach Unternehmensangaben insgesamt rund 8000 Mitarbeiter und Auszubildende, davon in Brandenburg etwa 5000 Arbeitnehmer und 500 Lehrlinge.

Das Handlungskonzept der Landesregierung gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit war 1998 beschlossen und 2005 unter dem Titel "Tolerantes Brandenburg" fortgeschrieben worden.

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