Anträge eingereicht

Vattenfall plant Erkundung geologischer Formationen zur CO2-Speicherung

Vattenfall plant die Erkundung unterirdischer Gesteinsformationen in Ostbrandenburg auf ihre Eignung zur dauerhaften Speicherung von CO2. Die Erkundungsanträge für das Vorhaben seien beim Landesamt für Bergbau und Geologie in Cottbus eingereicht worden, sagte der Chef der Vattenvall Europe Mining & Generation, Reinhardt Hassa.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/red) - Die Voruntersuchungen sollten den Nachweis erbringen, ob sich die Gesteinsformationen für die sichere Speicherung von CO2 eignen. Die zu erkundenden geologischen Strukturen befinden sich laut Hassa in den Regionen um Beeskow (Landkreis Oder-Spree) und Neutrebbin (Märkisch-Oderland).

In beiden Fällen handle es sich um Salzwasser führende Gesteinsschichten, die bis zu 1600 Meter unter der Erdoberfläche liegen, erläuterte der Vorstandvorsitzende. Im Anschluss an das anstehende Genehmigungsverfahren könnte dann die seismische Untersuchung in den beiden Erkundungsgebieten beginnen. Die Dauer der Voruntersuchungen wird den Angaben zufolge bis in das Jahr 2011 hineinreichen.

Der Energiekonzern Vattenfall hatte im September 2008 eine Pilotanlage für ein CO2-armes Kohlekraftwerk in Schwarze Pumpe in Betrieb genommen. In dieser Anlage werden mehr als 90 Prozent des bei der Verbrennung von Braunkohle anfallenden CO2 abgeschieden. Am Standort Jänschwalde soll bis 2015 ein weiteres Demonstrations-Kraftwerk entstehen. Von dort soll das Kohlendioxid nach den bisherigen Plänen per Pipeline zu den künftigen Speicherstandorten transportiert werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Vattenfall

    Tschechische EPH-Gruppe übernimmt Vattenfall-Braunkohle

    Das Braunkohle-Geschäft von Vattenfall geht an die tschechische Firmengruppe EPH. Die Tschechen erhalten dabei Gelder für die Rekultivierung in der Lausitz. Rund 8.000 Menschen arbeiten dort derzeit bei Vattenfall. Bis 2020 soll es keine betrieblichen Entlassungen geben.

  • Energieerzeugung

    Braunkohle-Ausstieg: Bund stellt Hilfen in Aussicht

    Die Braunkohle ist noch immer ein wichtiger Arbeitsmotor in Deutschland, aber das Ende der Braunkohleverstromung wurde längst beschlossen. Bundesumweltministerin Hendricks zeigt sich zuverlässig, die Jobs mit der Unterstützung des Bundes ersetzen zu können.

  • Stromtarife

    Ministerien einig über unterirdische CO2-Speicherung

    Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium haben sich auf einen Gesetzentwurf zu Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von Kohlendioxid geeinigt. Damit brachten die beiden Ministerien nun einen Lösungsvorschlag zur rechtlichen Umsetzung der im Dezember 2008 verabschiedeten europäischen CCS-Richtlinie auf den Weg.

  • Energieversorung

    Braunkohleförderung in der Lausitz leicht gesunken

    Die Braunkohleförderung in der Lausitz ist im zu Ende gegangenen Jahr leicht zurückgegangen. Wie Vattenfall Europe Mining and Generation mitteilt, wurden in den vier Tagebauen Cottbus-Nord, Jänschwalde, Welzow-Süd (alle Brandenburg) und Nochten (Sachsen) insgesamt rund 58 Millionen Tonnen Rohbraunkohle gefördert.

  • Strompreise

    Greenpeace protestiert im Tagebau Jänschwalde

    Rund 30 Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwoch im Tagebau Jänschwalde bei Cottbus gegen die Nutzung von Braunkohle als Energieträger protestiert. Vattenfall stellte Strafanzeige, die Polizei beendete am frühen Nachmittag nach gut sieben Stunden die Aktion. 29 Aktivisten wurden dabei vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Top