Innovativ

Vattenfall nimmt weltweit erste magnetgelagerte Pumpe in Betrieb

Bereits seit 1999 wird an der Hochschule Zittau/Görlitz an der Entwicklung und dem Einsatz von magnetgelagerten Pumpen geforscht. Auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung mit Vattenfall Europe Generation wurde jetzt eine magnetgelagerte Kreiselpumpe im Kraftwerk Boxberg in Betrieb genommen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Boxberg (red) - Im Beisein von Reinhardt Hassa, Vorstand Kraftwerke der Vattenfall Europe Generation AG & Co.KG, und Professor Rainer Hampel, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, fand jetzt die offizielle Inbetriebnahme der weltweit ersten magnetgelagerten Pumpe im Kraftwerk Boxberg statt.

Bereits seit 1999 forscht das Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der Hochschule Zittau/Görlitz an der Entwicklung und dem Einsatz von magnetgelagerten Pumpen. Auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung mit Vattenfall Europe Generation wurde das Forschungsprojekt in die Praxis überführt und die in Zittau entwickelte magnetgelagerte Kreiselpumpe einschließlich der erforderlichen peripheren Anlagen zum Betrieb und zur Messwerterfassung/-auswertung und Diagnose im Kraftwerk Boxberg als Demonstrationsanlage in Betrieb genommen.

"Die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule war Voraussetzung und Garant für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes im Kraftwerk. Den nun folgenden Untersuchungen während der Praxisanwendung sehen wir mit Spannung und Optimismus entgegen," sagte Reinhardt Hassa. Um die Demonstrationsanlage im Kraftwerk Boxberg zu errichten, wurde die Pumpe in das Nebenkühlwassersystem eingebaut. Dazu war es erforderlich, in einem bereits bestehenden Rohrleitungssystem zusätzliche Rohrleitungen zu installieren.

Die Vorteile einer magnetgelagerten Pumpe sind u. a.: Schmiermittelfreiheit, kein mechanischer Verschleiß, keine mechanischen Reibungsmomente, geringer Wartungsaufwand, aktive Beeinflussung und Schwingungsüberwachung des Rotors, Schwingungsdämpfung und Unwuchtkompensation. Mit der Wirkungsgradverbesserung kann ein Beitrag zur Reduzierung der Kohlendioxid-Emission geleistet werden.

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