Braunkohleabbau

Vattenfall lässt letzte Häuser in Lacoma abreißen

Damit der Vattenfall-Tagebau Cottbus-Nord künftig einen wichtigen Beitrag für eine zuverlässige Brennstoffversorgung des Kraftwerks Jänschwalde liefern kann, müssen der Ort Lacoma geräumt und die Gebäude abgerissen werden. Die letzten Grundstücke wurden heute übergeben, bis zuletzt hatte es Proteste gegeben.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/sm) - Die Vattenfall Europe Mining AG treibt die Vorbereitungen zur weiteren Ausbreitung des Tagebaus Cottbus-Nord voran. Heute sollten die letzten Gebäude in Lacoma abgerissen werden, sagte ein Sprecher in Cottbus. Das Unternehmen werde wie geplant noch in diesem Jahr alle für den Tagebau erforderlichen Lacomaer Grundstücke in Anspruch nehmen.

Gegen die Abbaggerung hatten bis zuletzt Umweltschützer protestiert. Sie wandten sich insbesondere gegen die Aufgabe der Lacomaer Teichlandschaft. Dort hatten bis Anfang der Woche Aktivisten von Robin Wood Bäume besetzt. Sie waren am Dienstag geräumt worden.

Heute wurden die letzten privat genutzten, bebauten Grundstücke, die für den Tagebau nötig sind, übergeben, sagte der Sprecher. Der Tagebau Cottbus-Nord leiste als Lieferant von Braunkohle einen wichtigen Beitrag für eine zuverlässige Brennstoffversorgung des Kraftwerks Jänschwalde, der von Vattenfall betrieben werde.

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