Wettbewerbskonform

Vattenfall Europe will Energiegipfel-Debatte nicht vorgreifen

"Wenn der Bundeskanzler uns zum Energiegipfel einlädt, werden wir dieser Einladung folgen", erklärte Vattenfall Europe heute. Bislang liege dazu weder eine Einladung noch eine Agenda über Gesprächsinhalte und -ziele vor. Vorher will der Konzern jedoch über ein Einfrieren der geplanten Strompreiserhöhungen nicht diskutieren.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der nordostdeutsche Energiekonzern Vattenfall Europe will nicht vor dem vorgesehenen Energiegipfel bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) über ein Einfrieren der geplanten Strompreiserhöhungen diskutieren. Mit dieser Aussage reagierte der Versorger am Donnerstag offenbar auf einen angeblichen Vorschlag von E.ON-Chef Wulf Bernotat, der nach Medienberichten ein Preismoratorium ins Gespräch gebracht hat.

"Wenn der Bundeskanzler uns zum Energiegipfel einlädt, werden wir dieser Einladung folgen", erklärte Vattenfall Europe. Bislang liege dazu weder eine Einladung noch eine Agenda über Gesprächsinhalte und -ziele vor. Es sei aber das gute Recht der Bundesregierung und anderer Beteiligter, öffentlich mitzuteilen, worüber sie reden wollen und welche Ziele sie haben. Das Unternehmen werde sich "konstruktiv" beteiligen. Die Diskussion mit der Bundesregierung solle aber "nicht im Vorwege über die Medien" ausgetragen werden.

Vattenfall Europe begrüße die Marktliberalisierung und verhalte sich in dem von der Politik gesetzten Rahmen "markt- und wettbewerbskonform", hieß es weiter. So seien die Durchleitungsentgelte für das Übertragungsnetz einem Wirtschaftsprüfer zur Testierung übergeben worden. Die beantragten Endverbraucher-Tarife würden ohnehin durch die zuständigen Preisaufsichtsbehörden vorab genehmigt.

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