Integriert

Vattenfall Europe weist Spekulationen über Netzverkauf zurück

In der Dezemberausgabe der Mitarbeiterzeitung hat der nordostdeutsche Energiekonzern Vattenfall Europe angebliche Überlegungen über den Verkauf seiner Versorgungsnetze als Spekulation bezeichnet. Das Unternehmen wolle eine integrierter Versorger mit allen Stufen bleiben.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der nordostdeutsche Energiekonzern Vattenfall Europe hat angebliche Überlegungen über den Verkauf seiner Versorgungsnetze als Spekulation bezeichnet. Das Unternehmen sei ein integrierter Stromversorger, das alle Stufen - vom Tagebau bis zur Stromlieferung an Haushalte - in seinem Repertoire habe, äußerte Vorstandschef Klaus Rauscher in der Dezemberausgabe der Mitarbeiterzeitung "TerraWatt". "Und dabei wird es nach dem Willen des deutschen Vorstands auch bleiben", fügte Rauscher hinzu.

Die Spekulationen waren vor dem Hintergrund der Diskussionen um das neue Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) aufgetaucht, das für die geplante Regulierungsbehörde für den Energiemarkt die Grundlage bildet. Darin wird im Interesse eines fairen Wettbewerbs und des Zutritts anderer Versorger die Trennung der Netze von allen übrigen Geschäftsbereichen gefordert, nicht aber deren vollständiger Verkauf.

Vattenfall Europe rechnet damit, dass das umstrittene EnWG in wenigen Monaten den Bundestag passieren und ab Mitte des Jahres deutsches Recht wird. In Berlin und Hamburg bereitet sich nach Angaben von Rauscher bereits eine spezielle Abteilung Regulierungsmanagement auf die neuen Anforderungen vor.

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