Genehmigt

Vattenfall darf Nuon unter Auflagen übernehmen

Die EU hat die Übernahme des niederländischen Versorgers Nuon durch den schwedische Energiekonzern Vattenfall unter Auflagen genehmigt. Demnach muss Vattenfall Teile des deutschen Endkundengeschäfts von Nuon verkaufen, teilte die EU-Wettbewerbsbehörde am Montag in Brüssel mit.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel (ddp/red) - Um die Bedenken der Kommission auszuräumen, hatte Vattenfall laut der Mitteilung vorgeschlagen, das in der Nuon Deutschland GmbH gebündelte deutsche Stromendkundengeschäft von Nuon zu veräußern.

Vattenfall könne aber Kundenverträge außerhalb von Berlin und Hamburg sowie zwei Tochtergesellschaften, die nicht im Endkundengeschäft tätig sind, behalten, hieß es weiter. Die Untersuchung der EU-Kommission habe ergeben, dass der veräußerte Unternehmensteil rentabel wäre und dass durch die Zusagen alle wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt werden.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kros sagte: "Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass die Verpflichtungszusagen ausreichend sind, um nach der geplanten Übernahme einen weiteren Ausbau des auf dem deutschen Endkundenstrommarkt entstehenden Wettbewerbs zu gewährleisten."

Vattenfall ist überwiegend in Schweden, Deutschland, Finnland, Frankreich, Dänemark und Polen in allen Bereichen der Energiekette tätig. In geringem Umfang ist das Unternehmen auch im Gassektor aktiv. Die Geschäfte von Nuon erstrecken sich ebenfalls auf die gesamte Energiekette. Das Unternehmen ist hauptsächlich in den Niederlanden, aber auch in Belgien und Deutschland vertreten.

Vattenfall und Nuon versorgen in Deutschland rund 3,3 Millionen Kunden. Vor allem in Berlin und Hamburg gab es deutliche Überschneidungen.

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