385 000 Tonnen

Vattenfall darf Klärschlamm in Lippendorf verbrennen

Einer Genehmigung des Regierungspräsidiums Leipzig zufolge, darf der Energiekonzern Vattenfall Europe künftig jährlich 385 000 Tonnen Klärschlamm im Kraftwerk Lippendorf verbrennen. Lippendorf war im Jahr 2000 als damals modernstes Braunkohlekraftwerk der Welt ans Netz gegangen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Der Energiekonzern Vattenfall Europe darf in seinem Kraftwerk Lippendorf bei Leipzig Klärschlamm verbrennen. Eine Genehmigung dafür hat das Regierungspräsidium Leipzig letzte Woche erlassen.

Maximal dürften danach 385 000 Tonnen pro Jahr verbrannt werden, erklärte die Behörde. Die Investitionen des Unternehmens beliefen sich auf knapp 11,7 Millionen Euro.

Lippendorf war im Jahr 2000 als damals modernstes Braunkohlekraftwerk der Welt ans Netz gegangen. Es wird vor allem mit Braunkohle der Mibrag aus dem benachbarten Tagebau "Vereinigtes Schleenhain" befeuert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Vattenfall

    Tschechische EPH-Gruppe übernimmt Vattenfall-Braunkohle

    Das Braunkohle-Geschäft von Vattenfall geht an die tschechische Firmengruppe EPH. Die Tschechen erhalten dabei Gelder für die Rekultivierung in der Lausitz. Rund 8.000 Menschen arbeiten dort derzeit bei Vattenfall. Bis 2020 soll es keine betrieblichen Entlassungen geben.

  • Kohlebergbau

    Kohlekraftwerke erhalten doch eine Abwrackprämie

    Obwohl Wirtschaftsminister Gabriel einst sogar die Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke in Erwägung gezogen hatte, ist er von diesem Kurs wieder komplett abgekommen. Die Betreiber der Kohlemeiler werden sieben Jahre lang von den Stromkunden mit Milliarden Euro beim Kohleausstieg unterstützt.

  • Stromtarife

    2003: Rekordförderung bei Braunkohle

    Die MIBRAG steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Gesamtumsatz um 1,9 Prozent auf 303,9 Millionen Euro. Mit einer Förderung von insgesamt 21,5 Millionen Tonnen Rohbraunkohle fuhr das Unternehmen die höchste Leistung bei Braunkohle seit Bestehen der neuen MIBRAG ein.

  • Hochspannungsmasten

    MIBRAG startet Abraumbewegung in Schwerzau vorzeitig

    Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) startet in das neue Jahr mit der ersten Abraumbewegung im Baufeld Schwerzau des Tagebaus Profen. "Der Wechsel vom Baufeld Süd nach Schwerzau erfolgt früher als geplant. Grund dafür ist der seit Jahren steigende Bedarf an Rohbraunkohle", erläutert Bruce P. De Marcus, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG.

  • Hochspannungsleitung

    OVG Sachsen erklärt Braunkohlenplan Vereinigtes Schleenhain" für nichtig

    Auf den Antrag der Gemeinde Heuersdorf hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht (SächsOVG) in Bautzen in der mündliche Verhandlung Ende der vergangenen Woche den Braunkohlenplan für den Tagebau "Vereinigtes Schleenhain" in der Fassung vom 19.11.1998 nunmehr für nichtig erklärt. Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.

Top