Geschäftsbericht

Vattenfall 2001: Starkes Wachstum und verbessertes Ergebnis

Das Betriebsergebnis des schwedischen Konzerns Vattenfall stieg von 6,7 Milliarden auf zehn Milliarden Kronen, die Rendite auf das eingesetzte Kapital um 8,8 Prozent. Mit einem Stromabsatz von 141 Terawattstunden stieg der Umsatz auf 69 Milliarden Kronen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der schwedischen Konzern Vattenfall AB konnte insbesondere nach Unternehmensakquisitionen in Deutschland den Umsatz im vergangenen Jahr auf 69 Milliarden Kronen (7,5 Milliarden Euro) mehr als verdoppeln. Das Betriebsergebnis stieg um insgesamt etwa 3,3 Milliarden auf zehn Milliarden Kronen (1 Milliarde Euro). Das Betriebsergebnis, ohne den Vergleich beeinflussende Posten, stieg um 78 Prozent auf 8,8 Milliarden Kronen (963 Millionen Euro). Die Stromerzeugung von Vattenfall in den Nordischen Ländern stieg um 14 Prozent auf den Rekordwert von 92,2 Terawattstunden. Die Anstieg geht vorwiegend auf erhöhte Produktion in Kernkraftwerken zurück. Zudem investierte Vattenfall in Schweden in ein Programm zur Verbesserung des Stromnetzes in ländlichen Gebieten und in weitere Maßnahmen, um Auswirkungen von Stürmen und starken Schneefällen zu vermindern.

Durch den Erwerb der Aktienmehrheit an der Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW), die ihrerseits im Jahre 2001 die Mehrheit an der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) und der Lausitzer Braunkohle AG (LAUBAG) erwarb, wurde die Grundlage für Vattenfall Europe geschaffen. Vattenfall wird damit zum drittgrößten Stromunternehmen Deutschlands und zum fünftgrößten Stromerzeuger in Europa. Im Laufe des Jahres 2002 wird Vattenfall Europe mit neuer Unternehmensorganisation und Führungsstruktur in den Konzern integriert. Die Organisation wird aus der Holdinggesellschaft Vattenfall Europe AG mit Business Units für Erzeugung/Bergbau, Übertragungsnetz, Verteilnetz, Vertrieb, Trading und Wärme bestehen. Nach dem Wirksamwerden von Synergie- und Rationalisierungseffekten wird mit einer Verbesserung des Ergebnisses in den deutschen Unternehmen um jährlich 400 bis 500 Millionen Euro gerechnet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Erstes Ökostrom-Hybridkraftwerk startet in der Uckermark

    Das weltweit erste treibhausgasfreie Hybridkraftwerk hat am Dienstag in der Nähe von Prenzlau den Betrieb aufgenommen. Es soll auch in windarmen Zeiten Strom aus erneuerbaren Energien liefern und so deren Wirtschaftlichkeit steigern. So soll Ökostrom aus einer Hand angeboten werden.

  • Hochspannungsleitung

    Vattenfall will deutsche AKW baldmöglichst reaktivieren

    Trotz Protesten will der schwedische Energiekonzern Vattenfall seine nach einer Pannenserie 2007 fast ständig stillstehenden Atomkraftwerke (AKW) Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein bis Sommer 2011 wieder zum Laufen bringen. Damit haben sich die Verkaufsgerüchte als haltlos erwiesen.

  • Strompreise

    Schröder: Guter Tag für den Energiestandort Deutschland

    Die Übernahme der VEAG- und LAUBAG-Privatisierungsaltlasten von der BvS durch Vattenfall Europe wertete Bundeskanzler Schröder als gute Nachricht für den Wettbewerb im Energiesektor, die Versorgungssicherheit und die Beschäftigung in Ostdeutschland.

  • Hochspannungsleitung

    ZEIT: Kohleschonzeit in Ostdeutschland vorbei?

    Wie "DIE ZEIT" heute schreibt, plant Bundeswirtschaftsminister Müller die Abschaffung der Braunkohleschutzklausel. Die Verstromung ostdeutscher Braunkohle werde durch die Übernahme der VEAG durch HEW/Vattenfall langfristig auf andere Weise abgesichert.

  • Energieversorung

    Die "Neue Kraft" heißt "Vattenfall Europe"

    Die "Neue Kraft" wird immer konkreter: Gestern wurde bekannt, dass die Holding den Namen "Vattenfall Europe" bekommen soll. Die Markennamen von HEW und Bewag bleiben dennoch erhalten. Und auch der Vorstand der Holding ist jetzt komplett.

Top