VASA Energy beliefert Energiepool der sächsischen Metall- und Elektroindustrie

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Erster Strompartner des neu gebildeten "Energiepools Sachsen", einer Einkaufsgemeinschaft der sächsischen Metall- und Elektroindustrie, ist der deutsch-schwedische Energieversorger VASA Energy. Die Arbeitgeberverbände der Branchen, treibende Kraft hinter dieser Poolbildung, hättem dem deutsch-schwedischen Energieversorger "wegen seiner energiewirtschaftlichen Kompetenz und seiner fairen Konditionen" den Vorzug gegeben, teilte VASA heute mit. VASA Energy wird in einer ersten Stufe denjenigen Firmen, die auslaufende Verträge haben, sofort um 20 Prozent günstigeren Strom liefern. In einer zweiten Stufe, wenn der Pool gewachsen ist und eine größere Nachfrage verkörpert, können allen seinen Mitgliedern dann noch günstigere Konditionen angeboten werden.


VASA Energy trägt mit diesem Schritt den Stromwettbewerb in die neuen Bundesländer. Bislang hatte die sogenannte Braunkohleschutzklausel, die ostdeutschem Strom den Vorrang gibt, alternative Anbieter auf Distanz gehalten. "Doch auch der ostdeutsche Kunde kann sich den Wettbewerb erschließen, wenn er auf flexible und unabhängige Anbieter setzt", sagte Dr. Herbert Aly, Geschäftsführer von VASA Energy. So sei die Kooperation mit den sächsischen Industriebetrieben zustandegekommen, weil VASA Energy im Einklang mit der Braunkohleschutzklausel auf die eigenen Stromerzeugungsquellen der neuen Länder selbst zurückgreifen konnte. "VASA ist wieder einmal seiner Pionierrolle gerecht geworden", so Aly. Und: "Wir waren in Deutschland die ersten Neulieferanten bei Industrie- und Stadtwerke-Kunden, wir haben die ersten Wechsler bei Privathaushalten beliefert und nun realisieren wir die ersten industriellen Lieferantenwechsel unter den komplizierten Wettbewerbsbedingungen der neuen Länder".


Der Osten Deutschlands ist für die 75-Prozent-Tochter des skandinavischen Marktführers Vattenfall kein Neuland. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich VASA Energy an ostdeutschen Stadtwerken beteiligt sowie moderne kommunale Heizkraftwerke errichtet, etwa in Schwerin, Neubrandenburg und Cottbus. Daneben plant das Unternehmen ein großes Grundlastgaskraftwerk am Standort des ehemaligen KKW Greifswald/Lubmin. Neustes Zeichen für das VASA Interesse am Markt der neuen Länder ist die im Juli 1999 realisierte 12,5-Prozent-Beteiligung an den Stadtwerken Rostock.

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