Politischer Konsens gewünscht

UVS: Solarenergie jetzt parteiübergreifend verankern

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft hat auf ihrer Jahreshauptversammlung in Freiburg positive Bilanz gezogen: Infolge des Solar-Booms müsse man Deutschlands Führungspositionen behaupten und ausbauen. Verlässliche politische Rahmenbedingungen seien dafür unabdingbar, weshalb man den Ausbau der Solarenergie parteiübergreifend verankern möchte.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Freiburg (red) - Solarenergie verzeichnet derzeit einen beispiellosen Boom - kaum verwunderlich also, dass sich die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) auf ihrer diesjährigen Hauptversammlung in Freiburg dafür ausgesprochen hat, Deutschlands technologische Führungsposition weiter auszubauen und gegen einen wachsenden internationalen Wettbewerb zu behaupten. Um ein nachhaltiges Wachstum der Solartechnik zu erreichen, hieß es heute in Freiburg, blieben in den nächsten Jahren politische Rahmenbedingungen unverzichtbar, die der Branche Investitionssicherheit und Chancengleichheit zu fossilen Energien böten.

Der Ausbau der Solarenergie sei inzwischen gesellschaftsübergreifender Wille, ist man sich beim UVS sicher, doch noch nicht ausreichend parteiübergreifend verankert. Dies zu erreichen, wurde deshalb von den versammelten Solarunternehmern übereinstimmend zum wichtigsten Ziel der nächsten Monate erklärt. Auf der politischen Agenda des Verbandes ganz oben steht nun auch die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für solares Heizen.

"Jetzt heißt es dranbleiben", so UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. "Trotz Boom dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Die Zuwachsraten bei Solarstrom müssen verstetigt und auf die nicht minder wichtige Solarwärme übertragen werden. Dann wird Sonnenenergie in Zukunft fossile Kraftwerke ersetzen und eine saubere Energieversorgung sichern".

Vorstand und Geschäftsführung der UVS konnten den versammelten Mitgliedern darlegen, dass sich der Verband im letzten Jahr erfolgreich als "Schlepper, Lotse und Eisbrecher" für eine schnelle Energiewende in Deutschland etabliert habe. Der politische und gesellschaftliche Einfluss habe entscheidend ausgebaut und die positive Resonanz in der Öffentlichkeit weiter verstärkt werden können.

Als politische Erfolge verbuchte die UVS jüngst eine Verbesserung der Zuwendungen für Solarstrom im Rahmen des Photovoltaik-Vorschaltgesetzes zur EEG-Novelle. Die Stärkung kommunaler Solaraktivitäten im Rahmen des Baugesetzbuches und die Verbesserung der Solarwärme-Förderung sind weitere Erfolge der letzten Monate, an deren Zustandekommen die UVS maßgeblich beteiligt war.

Mit nahezu 500 Mitgliedern ist der Branchenverband die inzwischen stärkste Interessenvertretung der Solarbranche.

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