Mit gutem Beispiel voran

USA wollen Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen

Die Vereinigten Staaten streben nach den Worten von US-Präsident Barack Obama einen Paradigmenwechsel beim Klimaschutz an. Es sei an der Zeit, hier eine "Führungsrolle" einzunehmen, sagte Obama am Freitag bei seinem Deutschlandbesuch in Dresden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden (ddp/red) - Bisher sei Europa beim Kampf gegen den Klimawandel vorn gewesen, nun müssten die USA mit gutem Beispiel vorangehen. Ohne große Schritte zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen werde es schwierig, China oder Indien in internationale Lösungen einzubeziehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die neuen amerikanischen Anstrengungen. Nötig sei, die Verhandlungen für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zum Erfolg zu führen, mahnte sie und räumte ein: "Es ist ein dickes Brett, was zu bohren ist." Doch nur mit einem ambitionierten Programm werde es möglich sein, zu Ergebnissen in Kopenhagen zu kommen.

Das im Jahr 2010 auslaufende Kyoto-Klimaschutzprotokoll soll auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember durch ein globales Klimaschutzabkommen ersetzt werden. Der UNO-Konvention über Klimaveränderungen gehören 192 Länder an. Sie ist Grundlage für das 1997 verabschiedete Kyoto-Protokoll, in dem sich 37 größtenteils hoch industrialisierte Länder von insgesamt 184 Unterzeichnern verpflichtet haben, den Ausstoß an Treibhausgasen um vorgeschriebene Mengen zu reduzieren.

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