Sicherheitsausrüstung

USA verhängen schärfere AKW-Notfallvorschriften

Zwei Tage vor dem Jahrestag des Beginns der Atomkatastrophe von Fukushima sind in den USA schärfere Notfallvorschriften für Atomkraftwerke erlassen worden. Die Atomregulierungsbehörde wies am Freitag (Ortszeit) alle Betreiber an, jeden Reaktor mit genügend Sicherheitsausrüstung auszustatten und diese auch ausreichend zu schützen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Washington (AFP/red) - Damit soll den Angaben zufolge erreicht werden, dass bei zeitgleich mehreren Notfällen in jedem Teil einer Anlage Helfer schnell und gut ausgerüstet einschreiten können.

Notfallvorschriften bis 2016 umsetzen

Die Betreiber wurden darüber hinaus aufgefordert, bei Siedewasserreaktoren die Lüftungssysteme zu verbessern und die Pegelstände in den Abklingbecken besser zu kontrollieren. Um die neuen Notfallvorschriften umzusetzen, haben die Energieversorger nun bis Ende 2016 Zeit.

Zahlreiche Unternehmen haben nach eigenen Angaben ihre Sicherheitsvorkehrungen seit der Atomkatastrophe in Fukushima bereits verbessert. Das Unglück war vor einem Jahr durch ein Erdbeben und einen darauf folgenden Tsunami ausgelöst worden.

Quelle: AFP

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