Internationalisierungskurs

USA geben grünes Licht für EEX-Terminmarkt

Nach einem monatelangen intensiven Prüfungsprozess des EEX-Regelwerks hat die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Warenderivatmärkte nun betätigt, dass ihrer Ansicht nach nichts gegen die direkte Handelsteilnahme US-amerikanischer Unternehmen am EEX-Teminmarkt spricht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig (red) - Amerikanische Unternehmen dürfen mit sofortiger Wirkung am Terminhandel für Strom an der European Energy Exchange (EEX) teilnehmen. Nach einem monatelangen intensiven Prüfungsprozess des EEX-Regelwerks hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Warenderivatmärkte, nun mit der Ausstellung eines sogenannten no-action letters bestätigt, dass ihrer Ansicht nach nichts gegen die direkte Handelsteilnahme US-amerikanischer Unternehmen am EEX-Teminmarkt spricht.

Bisher konnten US-amerikanische Unternehmen nur über ihre europäischen Tochtergesellschaften am EEX-Terminmarkt handeln, während bereits seit Mitte 2004 mit der Goldman Sachs Tochter J. Aron ein US-Unternehmen am Spotmarkt aktiv ist. "Mit dem soeben durch die amerikanische Aufsichtsbehörde gegebenen grünen Licht ist der Rechtsrahmen nun auch für US-Teilnehmer gesichert", hebt Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandsvorsitzender der European Energy Exchange AG (EEX AG), hervor und betont in diesem Zusammenhang, "US-amerikanische Marktteilnehmer können wesentlich zur weiteren Entwicklung des Marktes beitragen".

Zum einen sieht die in Leipzig ansässige EEX in der Anerkennung ihres Terminmarktes durch die CFTC einen weiteren Schritt auf ihrem kontinuierlichen Internationalisierungsprozess, zum anderen erwartet sie dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Diversifizierung des Marktes. "Wir rechnen damit, dass wir nun auch für amerikanische Finanzinvestoren sehr interessant geworden sind, denn wir können ihnen einen direkten Eintritt in einen jungen Markt mit attraktivem Marktpotenzial bieten", freut sich der EEX-Chef.

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