Durchleitung

Urteil: Stromnetz der Bahn unterliegt Preiskontrolle

Die Deutsche Bahn AG muss ihre Gebühren für die Durchleitung von Fremdstrom durch ihr Netz künftig "kostenorientiert" erstellen und von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Dies entschied das Oberlandesgerichts Düsseldorf in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Damit wurde die Position von Bahn-Konkurrenten gestärkt, die den Oberleitungsstrom nicht von der bahneigenen DB Energie GmbH beziehen wollten, sondern von einem Drittanbieter. Diese Anbieter müssen dann mit der Bahn einen Vertrag für die Einleitung ihres "Fremdstroms" in das 7.700 Kilometer lange Bahn-Fernleitungsnetz schließen.

Dem Gericht zufolge gelten auch für das Bahnstrom-Fernleitungsnetz die Regelungen das Energiewirtschaftsgesetzes. Die DB Energie GmbH muss deshalb ihre Stromdurchleitungspreise laut Urteil "kostenorientiert" erstellen und von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen.

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