Uneinheitlich

Unterschiedliche Meinungen in der Union zum Thema Windenergie

Der Wahlkampf macht auch vor den erneuerbaren Energien nicht halt. Während sich CDU-Politiker Wissmann in der vergangenen Woche gegen den weiteren Ausbau der Windenergie aussprach, brach der niedersächsische Landesvorsitzende und stellvertretende Parteivorsitzende der CDU, Christian Wulff, jetzt eine Lanze für diese Art der Energieerzeugung.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Vorstandsvorsitzende der Initiative Pro Windkraft, Clemens Stroetmann (CDU), Staatssekretär a.D., hat jetzt in Hannover die Aussagen des niedersächsischen Landesvorsitzenden und stellvertretenden Parteivorsitzenden der CDU, Christian Wulff, als "in der Sache notwendig und in der Form deutlich und klar" begrüßt. Wulff hatte sich deutlich für eine Fortführung der Förderung der Windenergie in Deutschland ausgesprochen. Er widersprach damit Äußerungen der CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Wissmann und Kurt-Dieter Grill, die wiederholt vor einem Ausbau der Windkraft gewarnt hatten. Dies seien Einzelmeinungen, die nicht die Position der Partei wiedergäben.

Wie die Ostfriesen-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 27. Juli berichtete, zeigte sich Wulff verärgert darüber, dass aus der CDU der Eindruck erweckt werde, sie sei nicht Förderer der Windenergie. Die Union werde am Ausbau der regenerativen Energien festhalten, dies sei auch im CDU-Wahlprogramm eindeutig formuliert, sagte Stroetmann. Für Niedersachsen sei die Windenergie ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor, der gerade im ländlichen Raum Einkommen sichere. Zwar gebe es in gewissen Regionen eine Sättigung und auch die Effizienz der Anlagen müsste gesteigert werden, das Land habe aber durch die Windenergie einen Standortvorteil, den man sich nicht kaputtmachen lassen dürfe.

Wissmann und Grill hatten in den vergangenen Wochen erklärt, im Falle eines Wahlsieges der Union die Förderung erneuerbarer Energien reduzieren beziehungsweise einfrieren zu wollen.

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