Umfrage

Unternehmen sehen Energiepreise als Konjunkturrisiko

Die Betriebe im Süden Sachsen-Anhalts sind besorgt über anziehende Energie- und Rohstoffpreise. Knapp 50 Prozent aller Unternehmen geben diese als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten an. Andere Faktoren wie die Wechselkursentwicklung wurden nachrangig genannt.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Halle (ddp/red) - Die Bedeutung hoher Energiepreise ging aus einer am Dienstag in Halle veröffentlichten Umfrage der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) unter 600 Unternehmen im Kammerbezirk hervor.

Als weiteres Risiko wird von gut einem Drittel (38 Prozent) ein sinkender Inlandsumsatz angegeben. 36 Prozent der Befragten sehen zudem steigende Arbeitskosten als mögliche Konjunkturbremse. Die Finanzierungssituation dagegen stellt laut Umfrage nur für jedes fünfte Unternehmen ein Risiko dar. Der Mangel an Fachkräften, der Auslandsabsatz und die Wechselkursentwicklung werden von der überwiegenden Mehrheit derzeit nicht als Gefahr eingeschätzt.

Angesichts dieser Ergebnisse forderte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Heimann die Politik auf, den Sorgen der Wirtschaft mit Reformen bei Steuern und Lohnnebenkosten zu begegnen. Je nach Branche wirkten sich die Wirtschaftsfaktoren jedoch unterschiedlich aus. Industrieunternehmen und Verkehrsbetriebe sähen in den Energie- und Rohstoffpreisen das mit Abstand größte Risiko. Für die Unternehmen im Baugewerbe führten vor allem steigende Arbeitskosten zu Unsicherheit. Für Dienstleistungsgewerbe und Handel sei der Inlandsabsatz der größte Unsicherheitsfaktor, hieß es.

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