Spartipps

Unnötige Stromkosten durch Fernbedienungen

Durch die Benutzung der Fernbedienung werden Fernseher, HiFi-Anlage und andere Haushaltsgeräte nur in den Stand-by geschaltet und nicht komplett vom Stromnetz getrennt. Dadurch entstehen jährlich deutschlandweit zusätzliche Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Die ASEW gibt Tipps, um dem Abhilfe zu schaffen.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) – Happy Birthday: Die allseits geliebte Fernbedienung feiert ihren 50. Geburtstag! Wie beliebt der "Zapper" ist, zeigt eine Schätzung der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu): Sie geht davon aus, dass in deutschen Haushalten etwa 120 Millionen Fernbedienungen vorzufinden sind - nicht nur für den Fernseher, sondern auch für DVD-Player, Videorekorder und HiFi-Anlagen.

Was viele Benutzer aber nicht wissen, ist, dass ein Gerät, welches mit der Fernbedienung abgeschaltet wird, noch nicht vom Stromkreislauf getrennt ist, sondern sich lediglich im Stand-by-Modus befindet. Dies ist auch daran zu erkennen, dass an der Vorderseite des Gerätes noch ein kleines Lämpchen leuchtet. Laut Umweltbundesamt (UBA) entstehen in deutschen Privathaushalten und Büros durch den Stromverbrauch von Geräten im Stand-by-Betrieb jährlich Kosten von über 3,5 Milliard Euro. Pro Haushalt liesen sich - je nach Anzahl der Geräte - bei der Durchführung verschiedener Maßnahmen zwischen 60 und 125 Euro pro Jahr sparen. Und die Umwelt würde natürlich auch geschont.

Um Strom einzusparen, rät die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) zur Benutzung von Vorschaltgeräten. Diese trennen beispielsweise den Fernseher automatisch vom Stromnetz, wenn er einige Sekunden im Stand-by-Betrieb ist. Über die Fernbedienung des TV-Gerätes kann das Vorschaltgerät wieder aktiviert und der Fernseher ebenfalls über die Fernbedienung eingeschaltet werden. Die Vorschaltgeräte sind bei vielen Stadtwerken und zahlreichen ASEW-Mitgliedsunternehen preiswert erhältlich.

Die ASEW zeigt übrigens auch mit dem Kampagnenfahrzeug "Stop-Stand-by-Infomobil" eine Ausstellung, wie sich Leerlaufstromverluste vermeiden lassen.

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