Preiserhöhung

Unitymedia: Alte Internet-Tarife werden ab 1. März teurer

Unitymedia hebt die Preise für nicht mehr vermarktete Internet-Tarife ab. 1. März um bis zu 2,97 Euro an. Betroffen sind nach Angaben des Kabelnetzbetreibers rund 950.000 Kunden.

Unitymedia© Unitymedia GmbH

Köln – In den vergangenen Jahren hatte der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia (www.unitymedia.de) jeweils für einen Teil seiner Kunden mit bereits recht alten Tarifen die Preise erhöht. Im vergangenen März stieg zudem die monatliche Gebühr für die Nutzung des Kabelanschlusses um 2,09 Euro auf 20,99 Euro. Nun ist es wieder soweit: Die Kölner drehen erneut an der Preisschraube. Wie uns Unitymedia auf Anfrage bestätigte, sind von der neuen Preiserhöhungswelle rund 950.000 Kunden betroffen. Zuvor hatten erste Kunden in einem inoffiziellen Unitymedia-Forum über die geplante Preisanpassung berichtet.

Preisanpassung um bis zu 2,97 Euro

Der Kabelnetzbetreiber habe die Kunden bereits angeschrieben. Dabei handele es sich um Kunden, die von der Breitband-Preisanpassung im Frühjahr 2016 nicht betroffen gewesen seien. Konkret ginge es um Breitband-Produkte, die nicht mehr aktiv vermarktet würden. Die Preisanpassung hänge nach Angaben eines Unitymedia-Sprechers vom gebuchten Produkt ab und könne bis zu 2,97 Euro betragen. So berechnet Unitymedia ab 1. März beispielsweise für den Tarif 2play SMART 22,97 Euro statt bislang 20 Euro. Dies ist eine Erhöhung um knapp 15 Prozent. Während ein Teil der betroffenen Kunden in dem Unitymedia-Forum verärgert auf die Preiserhöhung reagiert, finden andere die Preise im Vergleich mit anderen Anbietern "immer noch okay".

Unitymedia begründet Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten

Wie in den Jahren zuvor begründet Unitymedia die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten. "Unitymedia investiert stetig in die Leistungsfähigkeit und die Stabilität seines Netzes. Die Technikkosten für Ausbau und Betrieb sind – neben den allgemeinen Kosten – deutlich gestiegen. Einen Teil dieser Mehrkosten geben wir jetzt an unsere Kunden weiter", so der Unitymedia-Sprecher. Einige Kunden kritisieren in dem Online-Forum jedoch, dass die Zahl der Störungen im Unitymedia-Kabelnetz im vergangenen Jahr zugenommen habe.

Preiserhöhung um mehr als fünf Prozent: Kunden können kündigen

Welche Möglichkeit haben betroffene Kunden nun? Können sie ihren Vertrag kündigen? "Das hängt von der relativen Höhe der Preiserhöhung ab. Kunden haben ein Sonderkündigungsrecht, sobald der Preis um mehr als fünf Prozent erhöht wird. Das Sonderkündigungsrecht besteht jedoch nur für das Produkt, das von der Preisanpassung betroffen ist", erläutert der Unitymedia-Sprecher.

Angesichts der anstehenden Einführung von DOCSIS 3.1 und der geplanten Aufrüstung des Kabelnetzes auf Gigabit-Speed sowie des stetig weiter ansteigenden Datenverbrauchs der Kunden, dürften auch in den kommenden Jahren weitere Preisanpassungen bei Unitymedia anstehen.

Details zu den aktuellen Tarifen finden sich online unter www.unitymedia.de. Neukunden profitieren derzeit bei dem Großteil der 2play- und 3play-Tarife 24 Monate lang von reduzierten monatlichen Preisen.

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