unit energy: Erzeugungskapazität verdreifacht

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Das Erzeugungs- und Vertriebsunternehmen von umweltfreundlichem Strom unit energy Europe AG, Bad Homburg, weist für das Jahr 1999 einen Fehlbetrag von 25,5 Millionen Mark aus. Das teilte das Unternehmen im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung am 24. August in Frankfurt mit. "Davon entfallen 9,9 Millionen Mark auf das ordentliche Geschäftsergebnis", erläutert Finanzvorstand Bernd Weber. "15,6 Millionen Mark sind einmalige Abschreibungen und andere Bereinigungen von Altlasten in der Bilanz." Die im Aufbau befindliche Gesellschaft weist in der AG Bilanz noch keine Umsätze aus, da derzeit Kraftwerke gekauft werden und die Tochtergesellschaften in europäischen Ländern wie Frankreich, Portugal, Italien und Tschechien noch nicht an die Holding ausschütten, sondern die Erlöse in neue Projekte oder die im Bau befindlichen Anlagen investieren.


unit energy hatte zum Jahreswechsel 1999/2000 einen Strategiewechsel vollzogen: Die Investitionen in den Vertrieb von umweltfreundlichem Strom wurden deutlich zurück gefahren. Die Mittel flossen stattdessen vorwiegend in Erzeugungsanlagen für regenerative Energie. Bernd Weber: "Wir haben damit die Risiken stark verringert, ohne die strategische Position eines eigenen Stromvertriebs aufzugeben. Dieses Umsteuern schlägt sich auch in der Bilanz 1999 nieder. Die Konsolidierung ist jedoch weitgehend abgeschlossen. Das zeigt sich auch daran, dass wir bei steigendem Aktienkurs neue Aktionärsgruppen gewinnen." Im laufenden Jahr hat das Unternehmen seine Erzeugungskapazitäten stark erweitert. "Wir haben die Produktionskapazitäten durch Investitionen in Frankreich und Georgien auf run 18 KW fast verdreifacht", betont Erzeugungsvorstand Zdenek Lomecky.


Bern Weber über die Zukunftspläne: "Wir wollen weiterhin stark expandieren." Darum beantragt die Gesellschaft bei der Hauptversammlung Kapitalerhöhungen von nominal insgesamt 8,6 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft wird nach Umstellung auf nennwertlose Namensaktien im rechnerischen Wert von einem Euro 21,1 Millionen Euro betragen. Die Hauptversammlung wird darüber hinaus zwei neue Aufsichtsratsmitglieder wählen, da Dr. Berthold Brunner und Dr. Eberhard Rhein ihre Ämter aus Zeitgründen zur Verfügung gestellt haben. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen zwei Kandidaten zur Wahl vor: Willi Rauße ist Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Winvest Finanzierungsservice, Bernhard Pammer ist Verwaltungsdirektor der Waldbreitbacher Franziskanerinnen e.V.

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