Brückentechnologie

Union schließt in Wahlprogramm Neubau von Atomkraftwerken aus

CDU und CSU wollen die Atomenergie weiter nutzen, schließen einen Neubau von Atomkraftwerken aber aus. "Einen Neubau von Kernkraftwerken lehnen wir ab", heißt es im Wahlprogramm der Unionsparteien, dessen wirtschaftspolitischer Teil dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/red) - "Wir verstehen den Beitrag der Kernenergie zur Stromversorgung als Brückentechnologie, weil heute klimafreundliche und kostengünstige Alternativen noch nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind", betont die Union. Die durch eine Laufzeitverlängerung bei den Stromkonzernen entstehenden Gewinne will die Union unter anderem zur Senkung der Strompreise einsetzen.

In ihrem Wahlprogramm machen sich CDU und CSU außerdem für eine Endlagerung radioaktiven Mülls in Gorleben stark. "CDU und CSU fordern eine sofortige Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Standortes Gorleben, um so schnell wie möglich die Zwischenlager an den Kraftwerken auflösen zu können", heißt es dazu im Wahlprogramm.

Das könnte Sie auch interessieren
  • England

    Briten beschließen Garantiepreis für Atomstrom

    Nach einer Pause von fast zwei Jahrzehnten macht sich Großbritannien wieder an den Ausbau der Atomenergie. Der französische Energieriese EDF wird zwei neue Atomreaktoren auf der Insel bauen - und der Staat garantiert einen Mindestpreis für den Atomstrom, ähnlich wie in Deutschland für Ökostrom.

  • Atomenergie

    Altmaier plädiert für küstennahes Atom-Zwischenlager

    Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat angekündigt, bis zur parlamentarischen Verabschiedung des Endlagersuchgesetzes vor der Sommerpause auch die umstrittene Zwischenlager-Frage zu klären. Um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten, strebt der Minister einen Standort nahe der Küste an.

  • Strompreise

    NRW-CDU wirbt im Wahlkampf für Atomkraft

    Die nordrhein-westfälische CDU wirbt vor der Europawahl am 7. Juni für eine friedliche Nutzung der Atomkraft. "Wir setzen uns für einen Energiemix und die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke ein", sagte NRW-CDU-Spitzenkandidat Elmar Brok am Dienstag in Düsseldorf.

  • Energieversorung

    Bayern entrüstet über Atommüll-Endlager-Pläne Tschechiens

    Die parteiübergreifende Entrüstung im Freistaat über die Erwägungen der tschechischen Regierung für ein Atommüll-Endlager nahe der bayerischen Grenze ist groß. Die Opposition kritisierte, der CSU-Protest sei in höchstem Maße unglaubwürdig.

  • Stromtarife

    dena setzt auf Gas und Kohle statt Atomkraft

    Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist nicht nötig, wenn jetzt in effiziente fossile Kraftwerke investiert wird, betont der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur, Stephan Kohler, angesichts der vom Deutschen Atomforum vorgeschlagenen Allianz zwischen Atom- und Erneuerbaren-Energien-Branche.

Top