Forschungsprojekt

Uni Magdeburg entwickelt Elektrotechnik für Offshore-Windpark

Wissenschaftler der Universität Magdeburg beteiligen sich an der Entwicklung neuer Elektrotechnik für ein Managementsystem zur Steuerung des ersten Offshore-Windparks in der Nordsee. Unter anderem soll damit die Netzspannung trotz schwankender Stromerzeugung konstant gehalten werden, heißt es.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Mit dem Baubeginn des Pilotprojektes "alpha-ventus" 45 Kilometer nördlich von Borkum sei vom Bundesumweltministerium auch der Startschuss für das Forschungsprojekt Netzintegration von Offshore Windparks gegeben worden, teilte die Universität Magdeburg heute mit. An diesem mit einer Million geförderten Forschungsprojekt, das vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel koordiniert wird, ist die Otto-von-Guericke-Universität maßgeblich beteiligt.

Mit dem Projekt sollen Steuerungs- und Regelungssysteme für Offshore Windparks entwickelt werden, mit denen man Aufgaben und Funktionen der Kraftwerke an Land übertragen kann. Mit der Managementtechnik soll es künftig zudem möglich sein, die durch wechselnde Windverhältnisse schwankende Stromerzeugung auszugleichen und die Spannungen im Stromnetz konstant zu halten und Stromausfälle zu vermeiden.

Der Lehrstuhl Elektrische Netze und alternative Elektroenergiequellen (LENA) der Magdeburger Universität, der seit über zehn Jahren schwerpunktmäßig auf dem Gebiet regenerativer Energieerzeugung arbeitet, wird mögliche Betriebsstrategien erst am Computer simulieren, ehe sie dann an den zwölf Windkraftanlagen umgesetzt werden. Künftig sollen die Offshore Windparks einen großen Teil des Stromes in Deutschland stellen.

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