Erneuerbare Energien

Ungenutzte Einspar-Potenziale im Gebäudebereich

Es bestehen noch große ungenutzte Potenziale der erneuerbaren Energien im Wärmebereich, die dringend erschlossen werden müssen, so Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner. Das Land will bis zum Jahr 2020 einen Anteil der Erneuerbaren im Wärmebereich von 16 Prozent zu erreichen.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen in Baden-Württemberg gehen laut der Ministerin auf das Konto von Heizung und Warmwasser in Gebäuden. "Rund 67 Prozent des Gebäudebestandes, nämlich die vor 1978 errichteten Gebäude, verursachen dabei rund 90 Prozent der CO2-Emissionen", so Gönner. Durch einen vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien und einer verbesserten Energieeffizienz könnten in diesem Sektor 50 Prozent und mehr der Treibhausgasemissionen eingespart werden.

Seit dem 1. April 2008 verpflichte das Erneuerbare-Wärme-Gesetz den Wärmebedarf von neuen Wohngebäuden mit einem Anteil an erneuerbaren Energien von 20 Prozent abzudecken. Ab dem Jahr 2009 gelte für den Neubaubereich dann die Anforderungen des Bundes-Wärmegesetzes. Bestehende Wohngebäude seien ab 2010 nach Landesrecht verpflichtet, zehn Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien abzudecken, sofern die Heizung im Einzelfall ausgetauscht werde.

Förderprogramme des Landes

Die Bürger würden dabei mit verschiedenen Förderprogrammen unterstützt. Dazu gehöre unter anderem das Programm "Wohnen mit Zukunft" mit vergünstigten Krediten, das Programm "KlimaschutzPlus" mit Schwerpunkt auf den Nichtwohngebäudebereich und die Informationskampagne "Zukunft Altbau", die zu allen Fragen der Wohngebäudesanierung Informationen anbiete. Außerdem werde ein Energiesparcheck mit jeweils 100 Euro vom Land bezuschusst.

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