Verhandlungen

UN-Klimakonferenz strebt Kyoto-Folgeabkommen

Die UN-Klimakonferenz vom 1. bis 12. Dezember im polnischen Posen soll die Verhandlungen zu einem neuen globalen Klimaschutzabkommen vorantreiben. Eine endgültige Entscheidung wird es dort jedoch nicht geben, eine Einigung wird erst für die Folgekonferenz Ende 2009 in Kopenhagen erwartet.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Posen (red) - Mit dem Kyoto-Protokoll von 1997 verpflichten sich die Industrieländer, ihre Schadstoffemissionen bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter den Stand von 1990 zu senken. Die künftige Rahmenregelung, die den Zeitraum nach 2012 abdeckt, erfordert eine globale Beteiligung und muss dem Klimawandel mit einem umfassenden Konzept und hoch gesteckten Zielen entgegentreten, so EU-Umweltkommissar Dimas.

Das gemeinsame Konzept sollte darin bestehen, dass die Industrieländer die globalen Treibhausgasemissionen bis 2020 drastisch verringern und zugleich den Entwicklungsländern durch technologische und finanzielle Unterstützung dabei helfen, einen kohlenstoffemissionsarmen Entwicklungspfad einzuschlagen und sich an die inzwischen unvermeidlichen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Die EU wird auf die Festlegung eines klaren Arbeitsprogramms für die Verhandlungen im Jahr 2009 und auf Fortschritte im Hinblick auf die Annahme eines breit angelegten gemeinsamen Konzepts für gemeinsame Maßnahmen, einschließlich Zielvorgaben für 2020 und 2050 drängen. Ferner fordert sie die umfassende Prüfung, wie das Kyoto-Protokoll verbessert und ausgebaut werden kann und eine feste Entscheidung darüber, wie der Kyoto-Anpassungsfonds für Entwicklungsländer durch Überwindung der Startschwierigkeiten möglichst rasch einsatzfähig gemacht werden kann.

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