Versorgungssicherheit und Klimaschutz

Umweltverbände fordern Rückkauf von Stromnetzen

Die Kasseler Umweltverbände fordern von den Kommunen in Nordhessen, die Energieversorgungsnetze von E.ON zurückzukaufen. Wenn die Konzessionsverträge mit E.ON auslaufen, ergebe sich eine "historische Chance für den Ausbau erneuerbarer Energien", teilte der Verein Umwelthaus mit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Kassel (ddp-hes/red) - Zu dem Verein haben sich mehrere Umweltgruppen wie die Ortsgruppen von BUND, Greenpeace und Robin Wood zusammengeschlossen.

In Zukunft müssten erneuerbare Energien im Rahmen regionaler Strukturen ausgebaut werden, sagte der Vereinsvorsitzende Wolf Breidenbach. Eine Verfügungsgewalt über eigene Netze sei eine Möglichkeit, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Einkommen in der Region zu sichern. "Viele Gemeinden haben auf diesem Gebiet schon Hervorragendes geleistet. Jetzt bietet sich für die gesamte Region die Möglichkeit für eine entscheidende Weichenstellung zugunsten des Umwelt- und Klimaschutzes", sagte Breidenbach.

Regionaler Verbund für Stromnetze

Gemeinden, die ihre Netze nicht selbst betreiben wollten, könnten sich zu einem regionalen Verbund mit den Städtischen Werken Kassel zusammenschließen, sagte Breidenbach. Dadurch würde es sicher auch möglich, die Beteiligung des Energiekonzerns Vattenfall an den Stadtwerken zurückzukaufen.

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