Asse-Aktion

Umweltschützer fordern sofortige Bergung des Asse-Mülls

Eine "Asse-Aktionswoche" im Juni ist eine Initiative von Umweltschützern, die Bergung des radioaktiven Mülls in Asse zu beschleunigen. Über Art und Weise sind sich jedoch auch Experten nicht einig.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Remlingen (ddp/red) - Die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem vom Einstürzen bedrohten Atommülllager Asse muss nach Ansicht von Umweltschützern so rasch wie möglich beginnen. Mit einer "Asse-Aktionswoche" vom 5. bis 13. Juni wenden sich Bürgerinitiativen gleichzeitig gegen Überlegungen, das frühere Salzbergwerk doch zu fluten.

Eine Flutung des Atommülllagers, könne "nicht die Lösung sein", erklärte der atomkraftkritische Asse-II-Koordinationskreis am Mittwoch. "So ein Konzept ruft den massiven Widerstand der Bevölkerung hervor." In der Aktionswoche sind mehrere Demonstrationen, Veranstaltungen und ein Konzert geplant.

Uneinigkeit der Zuständigen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will den Atommüll aus der Asse herausholen und hat dafür kürzlich einen Zeitplan präsentiert. Dagegen propagiert der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes, Michael Sailer, dass das Bergwerk mit Beton und einer Lösung aufgefüllt und damit verschlossen wird. Dieses Konzept hatte auch der frühere Asse-Betreiber, das Helmholtz Zentrum München, vertreten.

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