Effizient

Umweltministerium zur Atomausstiegsparty: Künstliche Aufregung

Die Vorwürfe der Bundestagsabgeordneten Martina Krogmann, das Umweltministerium hätte den Atomausstieg mit einer teuren Party gefeiert, bezeichnete BMU-Sprecher Michael Schrören als "künstliche Aufregung". Der Umweltminister hätte lediglich Mittel für Öffentlichkeitsarbeit äußerst effizient und kostensparend eingesetzt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Wer jahrelang nichts dabei fand, wenn auf jedes neue Atomkraftwerk angestoßen wurde, der sollte es auch verknusen können, wenn mal eine Stilllegung begossen wird - nicht immer, aber immer öfter." Mit diesen Worten reagierte das Umweltministerium auf die Vorwürfe der Bundestagsabgeordneten Martina Krogmann (CDU) wegen eines Empfangs anlässlich der Abschaltung des AKW Stade.

"Frau Krogmann regt sich künstlich darüber auf, dass der Bundesumweltminister seine Mittel für Öffentlichkeitsarbeit äußerst effizient und kostensparend einsetzt: Der Empfang des Bundesumweltministers anlässlich der Abschaltung des AKW Stade am 14.11.2003 erzeugte eine große Medienaufmerksamkeit, was auch die Ausgabe der Bild-Zeitung ein weiteres Mal eindrucksvoll bestätigt. Mit Berichten im Zusammenhang mit der Abschaltung des AKW Stade über den Empfang wurden alleine in den Printmedien über zehn Millionen Leser über dieses zentrale Anliegen der Energiepolitik der Bundesregierung informiert. Dies gilt auch für Millionen Hörer der Nachrichtensendungen im Funk und Fernsehen. So konnte mit relativ geringen Mitteln (rund 36.000 Euro) eine sehr große Medienresonanz erreicht werden", sagte BMU-Sprecher Michael Schrören weiter.

Im übrigen sei der Bundesumweltminister neugierig, zu erfahren, worauf Frau Krogmann ihre Behauptung stützt, durch die Abschaltung von Stade hätten "Hunderte Menschen" in Stade ihren Arbeitsplatz verloren. "Tatsache ist: Weder aus dem Unternehmen noch von Seiten des Betriebsrates noch von Seiten des örtlichen Arbeitsamtes liegen Äusserungen vor, aus denen sich ableiten ließe, dass es wegen der Abschaltung des AKW Entlassungen gegeben habe."

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