Standpunkt

Umweltministerium: Offshore-Windpark Butendiek ist naturverträglich

Das Umweltministerium hat sich gegen die Klage verschiedener Naturschutzverbände gegen den Offshore-Windpark Butendiek gewährt. "Es bestehen bereits erhebliche Zweifel, ob den Verbänden gegen die Genehmigung des Windparks in der Ausschließlichen Wirtschaftszone überhaupt eine Klagebefugnis zusteht", sagte BMU-Sprecher Schroeren.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Zu den beim Hamburger Verwaltungsgericht eingereichten Klagen von Naturschutzverbänden gegen den Bürgerwindpark Butendiek erklärt der Sprecher des Bundesumweltministeriums, Michael Schroeren: "Die Klage der Naturschutzverbände gegen den Bürgerwindpark Butendiek steht inhaltlich und formal auf schwachen Füßen. Es bestehen bereits erhebliche Zweifel, ob den Verbänden gegen die Genehmigung des Windparks in der Ausschließlichen Wirtschaftszone überhaupt eine Klagebefugnis zusteht. Darüber hinaus ist die Anlage vor der Genehmigung intensiv auf ihre Verträglichkeit mit dem Naturschutz geprüft worden. Nach einhelliger Erkenntnis aller damit befassten Behörden ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die dort lebenden Tierarten erheblich beeinträchtigt werden.

Eher das Gegenteil dürfte der Fall sein. Nach der Errichtung der Anlagen sind positive Auswirkungen für die Natur zu erwarten. Weil beispielsweise im Windparkgebiet nicht mehr gefischt werden darf, bleibt es dem Meeresboden dort zukünftig erspart, mehrmals im Jahr "umgepflügt" zu werden. Dies wird besonders den Schweinswalen im Windpark zugute kommen, denen es in Zukunft erspart bleibt, als sogenannter Beifang im Fischernetz zu verenden. Gegen eine erhebliche Beeinträchtigung spricht bereits das Größenverhältnis zwischen der vom Windpark eingenommenen Fläche von 34 Quadratkilometern gegenüber der Ausdehnung des dortigen faktischen Schutzgebiets von über 5000 Quadratkilometern. Selbst unter Berücksichtigung der Fluchtdistanzen muss wegen des geringen Flächenverlusts nicht mit wesentlichen Auswirkungen auf den Lebensraum und die Population der Tiere gerechnet werden. Den Schutzinteressen wird außerdem durch die in der Genehmigung enthaltenen zahlreichen Auflagen für die Errichtung und den Betrieb des Windparks Rechnung getragen."

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