Ausbau der Windenergie

Umweltministerium fördert Offshore-Stiftung mit fünf Millionen Euro

Um den Ausbau von Windkraftanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee voranzubringen ist eine Offshore-Stiftung ins Leben gerufen worden, an der alle wichtigen Akteure der Wirtschaft beteiligt sind. Das Umweltministerium fördert das Vorhaben, um Technik- und Begleitforschung zu ermöglichen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Vorrangiges Ziel der Offshore-Stiftung ist es zunächst, ein Testfeld in der Nordsee zu initiieren. Zu diesem Zweck will die Stiftung die Rechte an einem bereits genehmigten Offshore-Windpark erwerben, in dem das Testfeld errichtet werden soll. Für dieses konkrete Vorhaben fördert das Bundesumweltministerium die Stiftung mit fünf Millionen Euro.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin erklärte dazu: "Seegestützte Windparks bergen ein erhebliches Potenzial für eine zukunftssichere und klimafreundliche Energieversorgung. Sie können einen beachtlichen Beitrag dazu leisten, uns unabhängiger vom Öl zu machen. Deshalb muss dieses Potenzial möglichst schnell erschlossen werden. Mit der Stiftung wird ein wichtiger Schritt dazu getan." Ziel der Bundesregierung sei es, bis 2010 2000 bis 3000 Megawatt (MW) Windkraftleistung auf hoher See zu installieren. Langfristig, d.h. bis 2025/2030, sollen es 20.000 bis 25.000 MW sein. Damit könnten 15 Prozent des Stromverbrauchs - bezogen auf 1998 - gedeckt werden.

An der Gründung der "Stiftung der deutschen Wirtschaft für die verbesserte Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See" (Offshore-Stiftung) sind u.a. die Windenergieanlagenhersteller Enercon, Multibrid und REpower, die Energieversorger E.ON, EWE und Vattenfall, Unternehmen der maritimen Wirtschaft, die Verbände der Windenergiebranche sowie Banken, Versicherungen und Bauunternehmen beteiligt. Im Kuratorium der Stiftung sind auch das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie die Küstenbundesländer vertreten.

Die Webseite der Offshore-Stiftung ist noch im Aufbau und zeigt momentan nur eine Kontaktadresse.

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