Keine Gefahr

Umweltministerium: Asse-Inventar nur schwach radioaktiv

Von dem im Atommülllager Asse gelagerten ehemaligen Betriebsinventar von Kernkraftwerken geht nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums keine größere Gefahr aus. Es handele sich um schwach radioaktive Abfälle, darunter Lappen, Handschuhe, Glas und Kleinteile. Dies habe eine Prüfung der Inventarlisten durch den TÜV ergeben.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - Bürgerinitiativen hatten am Dienstag Aufklärung über den Inhalt von zehn "Sonderverpackungen" gefordert, die sich zusammen mit rund 6000 Atommüllfässern in der einsturzgefährdeten Einlagerungskammer 4 befinden. Die Verpackungen seien bleiummantelt - ein Hinweis darauf, dass sie stark strahlten, erklärten die Atomkraftgegner.

Laut niedersächsischem Umweltministerium sind die Behälter nicht bleiummantelt. Vielmehr handele es sich um zehn "Gitterboxen", die jeweils acht "Zinkkästen" enthielten. Zink sei dabei ein Material, das Strahlung abschirme, sagte die Sprecherin.

Im Lager Asse II bei Wolfenbüttel lagern insgesamt rund 126.000 Fässer mit Atommüll, darunter auch Brennelemente und mehrere Kilogramm Plutonium.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Atommüll

    Asse hätte nie Atomendlager werden dürfen

    In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel hätte nach den Erkenntnissen des Untersuchungsausschusses in Hannover niemals ein Atomendlager eingerichtet werden dürfen. Der Ausschuss des niedersächsischen Landtages schloss am Donnerstag nach mehr als drei Jahren, 71 Sitzungen und der Vernehmung von mehr als 50 Zeugen seine Arbeit ab.

  • Strom sparen

    Steigende Strahlenbelastung bei Brennelemente-Revision

    Eine Brennelemente-Revision geht mit einem Anstieg der Strahlenbelastung in der Umgebung des AKWs einher. Das wurde in der Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die niedersächsiche Landesregierung festgestellt. In Reaktion darauf wurde Besorgnis über eine verstärkte Gesundheitsgefährdung bei Revisionen geäußert.

  • Strom sparen

    Bürgerinitiativen fordern Aufklärung über Atommüll in der Asse

    Nach den neuerlichen Schäden im Atommülllager Asse begehren Umweltschützer einmal mehr Auskunft über das radioaktive Inventar des Bergwerks. "Es muss endlich geklärt werden, was da wirklich drin ist", sagte Michael Fuder vom Asse-II-Koordinationskreis am Dienstag in Hannover. Gleichzeitig gab es Kritik an der Novelle zum Atomgesetz.

  • Stromtarife

    Einlagerungskammer im Bergwerk Asse beschädigt (Upd.)

    Neben dem Abtransport der einsickernden Laugen muss sich der neue Betreiber des Atommülllagers Asse jetzt auch um die Abdichtung einer vom Einsturz bedrohten Kammer kümmern. Laut BfS wurden die Schäden schon Ende des vergangenen Jahres entdeckt.

  • Hochspannungsleitung

    Pannen im Atommülllager Asse ohne strafrechtliche Konsequenzen

    Die Pannen im Atommülllager Asse in Niedersachsen werden vorerst keine strafrechtlichen Konsequenzen haben. Grünen-Fraktionschefin Künast, die Anzeige erstattet hatte, reagierte empört auf die Nachricht. Dies sei eine "Unverschämtheit".

Top