Umweltminister: Stilllegung von Morsleben erforderlich

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Wie das strom magazin gestern berichtete, besteht im Atommülllager Morsleben an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen Einsturzgefahr (bitte lesen Sie hier). Aus diesem Grund forderten die Umweltminister von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, Konrad Keller und Wolfgang Jüttner, gestern das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf, die Deponie in einem Salzbergstock in 500 Meter Tiefe stillzulegen. Die Behörde sollte so schnell wie möglich dafür ein Gesamtkonzept vorlegen, da die bisherigen Pläne zu langfristig seien. "Es ist schwer erträglich für eine Landesregierung, dass die Stilllegung jetzt noch Jahre vor sich hin dümpeln soll", sagten die Minister.


In Morsleben lagern etwa 37 000 Kubikmeter Atommüll. Nach Aussage des BfS befinden sich davon etwa 10 000 Kubikmeter in gefährdeten Bereichen. Seit 1998 wird kein nuklearer Abfall mehr in die Deponie geliefert.

Das könnte Sie auch interessieren
Top