Umweltminister Müller greift Klimaschutzpolitik an

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg, Ulrich Müller (CDU), hat Anfang dieser Woche die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung kritisiert. Die Regierung, so Müller, habe nicht gesagt, wie sich der geplante Atomausstieg mit den Zielen des Klimaschutzes vereinbaren lasse. "Ich vermisse jegliche klare Linie", sagte Müller.


Selbst wenn man die Kernkraftwerke abschalten und durch effiziente Ergaskraftwerke ersetzen würde, würde sich der Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr um 50 Millionen Tonnen erhöhen, rechnete Müller vor. Auch durch das "100.000-Dächer-Programm" der Bundesregierung - mit diesem Programm, das die Errichtung von photovoltaischen Anlagen forcieren soll, stößt die Bundesregierung auf große Resonanz (suchen Sie hierzu in unserem Archiv) - könne der Immissionsausstoß nicht spürbar reduziert werden. Das eine Milliarde teure Programm spare lediglich 200.000 Tonnen Kohlendioxid ein und ersetze nur 0,17 Prozent des in der Atomenergie produzierten Stroms.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Vattenfall

    Vattenfall klagt in Washington gegen den Atomausstieg

    Der von der Bundesregierung beschlossene Atomausstieg ist für mehrere Energieunternehmen ein Grund vor Gericht zu ziehen. Die Klage, die der schwedische Energiekonzern Vattenfall eingereicht hat, wird in den USA verhandelt.

  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

Top