Umweltkontor steigt in den Offshore-Markt ein

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Umweltkontor Renewable Energy Aktiengesellschaft steigt in die Nutzung der Windenergie auf hoher See ein. Für die Projektentwicklung initiierte das Unternehmen die Gründung der OWP Offshore Wind Power Projektentwicklung GmbH, an der 54 Prozent von Umweltkontor und 46 Prozent von der Penta Consult GmbH & Co. Concept KG gehalten werden.


Der Standort "Adlergrund" liegt in der Ostsee nordöstlich von Rügen. In der Planung sind 69 Windenergieanlagen mit je 3 bis maximal 5 Megawatt Leistung, einer Nabenhöhe von 75 Metern und etwa 100 Metern Rotordurchmesser. Das bedeutet eine Leistung von fast 350 Megawatt (MW). Mehr als eine Millionen Menschen können durch den Windpark mit Strom versorgt werden.


Offshore-Projekte haben aufgrund der technischen und planerischen Rahmenbedingungen lange Vorlaufzeiten. Mit der Realisierung des Projekts rechnet Umweltkontor bis 2005. Mit Investitionsvolumina von bis zu einer Milliarde DM stellen Offshore-Projekte eine Herausforderung für Projektentwickler dar. Die Finanzierung des Umweltkontor-Windparks wird in zwei Stufen erfolgen. Umweltkontor und die Penta Concept werden in Kürze einen Venture Capital Fonds auf den Markt bringen, der die Kosten für die Planungs- und Genehmigungsphase für diesen und weitere Offshore-Standorte finanziert. Auch die Investitionssumme von 900 Millionen DM für die anschließende Errichtung des Windparks soll über den Kapitalmarkt erfolgen.


Auch der Umweltaspekt spiele eine wichtige Rolle, so das Unternehmen. Dabei setze Umweltkontor auf Projekte fernab von Küsten und Naturschutzgebieten. Das Lebensumfeld von Säugetieren und Fischen würde nicht beeinträchtigt. Der Offshore-Windpark "Adlergrund" mit 350 MW Leistung erspart der Umwelt im Vergleich zum heutigen Energiemix etwa 537 000 Tonnen Kohlendioxid, 325 Tonnen Schwefeldioxid und 556 000 Tonnen andere Treibhausgase.

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