Neues Konzept

Umweltfreundliche Energieübertragung in sensibler Landschaft

In Österreich soll jetzt ein Pilotprojekt zum Stromtransport mit glasisolierten Leitungen beginnen. Das GIL-System soll sich besonders in bergigen Landschaften bewähren.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Der österreichische Unternehmer Gernot Langes-Swarovski hat jetzt zusammen mit einer Expertengruppe ein neues Konzept für den Energietransit vorgestellt. Am Beispiel der Tiroler Gemeinde Biberwier, als "Ort der Strommasten" besonders betroffen, zeigte der Architekt und Raumplaner Michael Prachensky eine alternative Lösung mit gasisolierten Leitungen (GIL) auf.

Dieses weiterentwickelte System einer seit 30 Jahren bekannten Technologie hat sich bei mehreren Projekten bereits international bewährt. Die Stromleitungen werden dabei in einem gasisolierten Aluminiumrohr von 50 Zentimeter Durchmesser integriert. Das System kann sowohl in Erde verlegt, als auch in bestehende oder neu zu errichtende Tunnel eingesetzt werden. Gegenüber den konventionellen Freileitungen oder Kabeln treten wesentlich geringere Energieverluste und praktisch keine Magnetfeldbelastungen auf. Als Pilotprojekt in Tirol ist eine Tunnelstrecke Imst - Reutte - Füssen geplant, die sowohl den Straßen- als auch Energietransit einschließt. Darüber hinaus soll das GIL-System in ein neu entwickeltes Verkehrssystem des Alpentransits integriert werden.

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