Dauerbrenner renewables

Umweltfonds mobilisiert Millionen-Investitionen in erneuerbare Energien

Vier Tage noch, dann fällt in Bonn der Startschuss für die "renewables2004" - und allmählich nimmt das internationale Aktionsprogramm, das auf der Konferenz verabschiedet werden soll, Gestalt an: Mehr als 60 Beiträge mit Maßnahmen und selbst gesteckten Verpflichtungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind bisher eingegangen.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Vier Tage vor Beginn der "renewables"-Konferenz in Bonn nimmt das internationale Aktionsprogramm, das auf der Konferenz verabschiedet werden soll, klare Formen an: Mehr als 60 Beiträge mit konkreten Maßnahmen und selbst gesteckten Zielen und Verpflichtungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind bisher von Regierungen, internationalen Organisationen, Verbänden und der Privatwirtschaft aus aller Welt in Bonn eingereicht worden. Die Beteiligten, darunter China, die EU, UN-Kommissionen und der Umweltfinanzierungsfonds GEF, folgten damit einem Aufruf der Bundesregierung. Etliche Vorschläge sind noch in Arbeit.

Fragen der Finanzierung gehören zu den zentralen Themen der Konferenz. Der Finanzierungsfond "Globale Umweltfazilität" (Global Environment Facility, GEF) schlägt vor, jährlich 100 Millionen US-Dollar einzusetzen, um anspruchsvolle Erneuerbare-Energien-Projekte in Entwicklungsländern zu unterstützen. Dadurch sollen Gesamtinvestitionen von etwa 500 Millionen US-Dollar pro Jahr ausgelöst werden. GEF wird von den Industrieländern gespeist und ist eingerichtet worden, um Vorgaben aus großen Umweltschutzkonventionen in Entwicklungs- und Schwellenländern umsetzen und finanzieren zu können.

China hat eine nationale Strategie für erneuerbare Energien angekündigt, die auf einen erheblichen Ausbau bis 2020 abzielt. Damit schafft China politische Rahmenbedingungen, um das Marktpotenzial der erneuerbaren Energien entwickeln zu können.

Zu den Bereichen des Aktionsprogramms gehört auch die Stärkung der institutionellen Kapazitäten. Dabei geht es um den Ausbau von Fortbildungsinitiativen, Kampagnen zur Bewusstseinsbildung oder die Stärkung wissenschaftlicher Forschungsprogramme.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte auf dem Weltgipfel in Johannesburg im September 2002 die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien angekündigt. Auf dem Weltgipfel war beschlossen worden, den globalen Anteil der erneuerbaren Energiequellen substanziell und nachdrücklich zu erhöhen.

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