Behörde unter der Öko-Lupe

Umweltbundsamt erfüllt Anforderungen der EG-Umweltaudit-Verordnung

Das Umweltbundesamt hat sich als erste Bundesbehörde einem Umweltaudit unterzogen. Jetzt wird mittels eines Umweltmanagmentsystems überwacht, ob alle Vorgänge so umweltfreundlich wie möglich sind.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com
Als erste Bundesbehörde hat das Umweltbundesamt (UBA) an seinem Hauptsitz in Berlin ein Umweltmanagementsystem nach den Anforderungen der neu gefassten EG-Umweltaudit-Verordnung (EMAS) eingerichtet. Dies ist das Ergebnis des Umweltaudits durch die Umweltgutachter Dr. Johann Josef Hanel und Dr. Erwin Wolf der TÜV Nord Zertifizierungs- und Umweltgutachter Gesellschaft mbH. In einem fast zwei Jahre dauernden Prozess wurden die verschiedenen Umweltaspekte der Tätigkeiten des Amtes ermittelt und analysiert. Vom Energieverbrauch bis zu den internen Abläufen wurde alles auf den Umweltprüfstand gestellt.


Das UBA übernimmt mit der Teilnahme am EG-Umweltaudit innerhalb der Bundesverwaltung eine Vorreiterrolle. Die offizielle Eintragung des UBA in das europäische Teilnehmer-Register und die Verleihung des neuen EMAS-Logos kann allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, weil die novellierte EMAS-Verordnung auf europäischer Ebene voraussichtlich erst am 27. April 2001 in Kraft tritt. Bislang galt die EG-Umweltaudit-Verordnung nur für das produzierende Gewerbe. Für die durch die Novellierung möglich gewordene Beteiligung von Bundes- und Landesbehörden sowie Unternehmen aus bisher nicht teilnahmeberechtigten Branchen sind anschließend noch die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland zu schaffen. Erst dann können die Umweltgutachter die vom UBA vorgelegte Umwelterklärung für gültig erklären.


Mit der bevorstehenden offiziellen Teilnahme an EMAS verpflichtet sich das Amt öffentlich zu einer dauerhaften und nachprüfbaren, weiteren Verbesserung des Umweltschutzes im Amt. "Wir hoffen, dass viele Behörden erkennen, dass die Teilnahme am EG-Umweltaudit ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge. Das Umweltmanagementsystem, das mit Unterstützung des Umweltgutachters Wolfgang Ackermann als externem Berater neu eingeführt wurde, erfasst alle Vorgänge im Amt, die einen Bezug zum betrieblichen Umweltschutz haben. Die Intranet-gestützte Umweltmanagementdokumentation macht die amtsinternen Festlegungen und Verfahrensweisen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unmittelbar am eigenen PC zugänglich.

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