Energiespartipps

Umweltbundesamt: Strom sparen bei Unterhaltungselektronik

Das Umweltbundesamt (UBA) informiert mit einem Stand auf der IFA über Leerlaufverluste bei Geräten der Unterhaltungselektronik und zeigt, wie sich diese Standby-Verluste begrenzen lassen. Damit könne jeder Haushalt eine Menge Strom und somit auch Geld sparen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Ein Vier-Personenhaushalt benötigt im Schnitt 3600 Kilowattstunden im Jahr, davon fallen allein 440 Kilowattstunden auf den Betrieb von Elektrogeräten im Standby, so das UBA. Jährlich seien das rund 90 Euro für Geräte, die gar nicht im Betrieb sind.

Genau hinschauen beim Gerätekauf

"'Grün' ist ein Trend, mit dem sich Produkte sehr gut vermarkten lassen. Dennoch ist nicht alles umweltverträglich, was so aussieht", sagt Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA. Es lohne sich bei Neuanschaffungen genau hinzugucken, "auch um böse Überraschungen bei der nächsten Stromrechnung zu vermeiden".

Wer neue Geräte kauft, sollte sich Gedanken machen, was diese verbrauchen: Spitzenreiter sind Plasmafernseher mit im Schnitt rund 600 Kilowattstunden im Jahr. In Deutschland betragen Leerlaufverluste in Privathaushalten und Büros laut UBA-Angaben etwa 22 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das kostet mehr als vier Milliarden Euro jährlich.

Verbraucher kann auch durch sein Verhalten sparen

Nicht nur Technik, auch das Nutzerverhalten ist entscheidend: So empfiehlt das UBA, abschaltbare Steckdosenleisten zu verwenden sowie Netzteile, etwa von Handys, aus der Steckdose zu ziehen, sobald der Ladevorgang beendet ist. Und die Geräte öfter mal ausschalten. So entfallen etwa 30 bis 40 Prozent des Stromverbrauchs bei Computern mit einem Flachbildschirm auf den Bildschirm selbst. Es lohne sich, diesen auszuschalten, sobald er länger als drei Minuten nicht benutzt wird.

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