Kredite für die Umwelt

UmweltBank zahlt grüne Dividende steuerfrei

Der Bilanzgewinn der Nürnberger UmweltBank ist im Jahr 2000 um 43,9 Prozent gestiegen, die Kohlendioxid-Ersparnis durch geförderte Projekte konnte um 73,6 Prozent erhöht werden.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Seit Bankzulassung im Januar 1997 wächst die UmweltBank dynamisch. Dies bestätigen die testierten Zahlen für das Jahr 2000. Das Geschäftsvolumen wurde von 376,7 Millionen DM im Vorjahr auf 462,1 Millionen DM gesteigert. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 330,4 Millionen DM auf 415,6 Millionen DM (plus 25,8 Prozent). Da die Bank durch die Beteiligung am Windpark Neuenfeld Steuern spart, kann der Bilanzgewinn von 1,47 Millionen DM (plus 43,9 Prozent) steuerfrei an die Aktionäre ausgeschüttet werden.


Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag, wie in den Vorjahren auch, bei der Vermittlung von Umweltaktien- und -rentenfonds. Hinzu kam die Emissionsbegleitung von Umweltkontor Renewable Energy AG an den Neuen Markt. Bei den steuersparenden Windparkbeteiligungen platzierte die UmweltBank ihr bislang größtes Umweltprojekt mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen DM, den Windpark Rakow-Gardelegen. Die Kreditzusagen wurden von 200,2 Millionen DM (1999) auf 260,4 Millionen DM (2000) ausgeweitet. Damit finanzierte und förderte die UmweltBank bundesweit insgesamt 1300 Umweltprojekte von Cuxhaven bis Freiburg: Passivhäuser genauso wie Wasserkraftwerke, Biolandwirte oder Solaranlagen. Der UmweltRat der UmweltBank- das ökologische Pendant zum Aufsichtsrat der Gesellschaft - testiert deshalb auch für das Geschäftsjahr 2000, dass alle Kundengelder in ökologisch sinnvolle Projekte investiert wurden. Die Anzahl der Kunden ist im Geschäftsjahr 2000 um 5000 auf etwa 24 000 gestiegen.


Den Geschäftserfolg misst die UmweltBank nicht nur an ökonomischen Größen, sondern gleichgewichtig an ökologischen Kennzahlen. Wichtigster Umwelteffekt ist der kontinuierlich steigende Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes: Von 1997 bis Ende 2000 ersparten die von der UmweltBank geförderten Projekte der Umwelt insgesamt etwa 309 000 Tonnen Kohlendioxid, etwa soviel, wie durch den privaten Stromverbrauch von Bremen oder Duisburg entsteht.

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