UmweltBank AG plant Börsengang zur Jahresmitte 2001

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Im Rahmen der Messe "Grünes Geld" in Berlin präsentierte die bundesweit tätige UmweltBank AG die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000: Die Bank wuchs kontinuierlich weiter und übertraf erneut die Gewinne des Vorjahres. Für 2001 gab die UmweltBank den eigenen Börsengang bekannt.


Die UmweltBank konnte im Geschäftsjahr 2000 an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Das Geschäftsvolumen wurde von 376 Millionen DM auf 466 Millionen DM gesteigert. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 330 Millionen DM auf 415 Millionen DM. Das Ergebnis vor Steuern (ebit) beläuft sich auf 3,5 Millionen DM und ist damit um 35 Prozent gestiegen (1999: 2,6 Millionen DM). Im Geschäftsjahr 2000 konnte die UmweltBank 5000 neue Kunden gewinnen und hat nun 24 00 Kunden. Diese legten im vergangenen Jahr insgesamt 125 Millionen DM in Form von Aktien, Fonds, Beteiligungen und Spareinlagen bei der Bank an. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der UmweltBank hatte die Platzierung steuersparender Beteiligungen: Im November 2000 hat die UmweltBank ihren bisher größten Windpark platziert: Rakow - Gardelegen der Plambeck Neue Energien AG mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen DM.


Auch die Emission "grüner Aktien" trug wesentlich zum positiven Ergebnis bei. Mit der Umweltkontor Renewable Energy AG hat die UmweltBank im Jahr 2000 bereits zum zweiten Mal ein Unternehmen als Konsortialbank an den Neuen Markt begleitet. Umweltkontor war mit einem Zuwachs von über 400 Prozent im Vergleich zum Emissionspreis eine der erfolgreichsten Neuemissionen des Börsenjahres 2000. Zur Jahresmitte will die UmweltBank nun selbst an die Börse gehen. Details wird das Unternehmen auf einer Pressekonferenz Ende März bekannt geben. "Wir sind reif für die Börse. Die UmweltBank erwirtschaftet seit ihrem Start 1997 wachsende Gewinne und hat vier ertragreiche Geschäftsjahre aufzuweisen", zieht UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp Bilanz. "Unser Konzept funktioniert. Wir bieten mit Erfolg ökologische Geldanlagen mit guter Rendite an und finanzieren damit ausschließlich umweltfreundliche Projekte zu Vorzugskonditionen."


Derzeit finanziert die Bank bundesweit etwa 1300 Umweltprojekte. Die Kreditzusagen sind von 202 Millionen DM auf 263 Millionen DM gestiegen. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Ratingverfahrens stellt die UmweltBank seit ihrer Gründung 1997 sicher, dass die ökonomische und ökologische Seite eines jeden Kredites stimmt. Die Schwerpunkte der Kreditfinanzierung lagen 2000 im Bereich der ökologischen Wohnimmobilien und der Energiegewinnung aus Wind, Wasser und Sonne. In Zukunft will die UmweltBank verstärkt in Energieprojekte in der Landwirtschaft investieren, zum Beispiel in Biogasanlagen.

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