Gleiche Probleme wie Asse

Umweltaktivisten demonstrieren vor Endlager Morsleben

Vor dem Atommüllendlager im sachsen-anhaltinischen Morsleben haben heute etwa ein Dutzend Kernkraftgegner demonstriert. In Morsleben gebe es ähnliche Probleme mit der Sicherheit wie in Asse, sagte Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Morsleben (ddp/sm) - Dickel forderte den nach Morsleben gekommenen Bundesumweltminister Gabriel auf, für eine dauerhafte Schließung von Morsleben zu sorgen.

Morsleben liegt in der Nähe der niedersächsischen Landesgrenze und war das Atommüllendlager der DDR. Mit der Wiedervereinigung ging es 1990 in den Besitz des Bundes über. In dem Salzstock lagern rund 400.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Atommüll. 1998 verhängte das Oberverwaltungsgericht Magdeburg einen Einlagerungsstopp. Das Bundesamt für Strahlenschutz als Betreiber bereitet derzeit die atomrechtliche Schließung des Endlagers vor.

Gabriel räumte ein, die Bevölkerung habe kein Vertrauen mehr in die Endlager. Das größte Problem sei aber, dass Bayern und Baden-Württemberg zu "feige" seien, einen Standortvergleich für ein Endlager für hoch radioaktiven Müll zuzulassen.

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