Forschungsprojekt

Umtriebswirtschaft zur schnelleren Produktion von Biomasse

In Baden-Württemberg sollen jetzt schnellwachsende Bäume angepflanzt werden um schneller und effizienter Biomasse herzustellen. Die Biomasse soll die Möglichkeit geben, den deutschen Eigenbedarf an Energie möglichst durch eigene Produktion zu decken.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) – Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg will nun die Effizienz von Biomasse aus schnellwachsenden Bäumen feststellen. Dazu sollen 150 Hektar Land mit Kurzumtriebshölzern wie Weiden, Pappeln und Miscantus (Chinaschilf, wird bis zu 4 Metern hoch) angepflanzt werden. Diese sollen die Biomasse zur Energiegewinnung und Holzgewinnung für die Industrie stellen.

Der Effizienz auf den Grund gehen

Vorerst soll die Verwendung im stofflichen und energetischen Bereich geprüft und die Ernte- und Transporttechnik untersucht werden, so der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk. Diese Maßnahmen werden durch das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg koordiniert.

Engpässe bei Biomasse und Holz vermeiden

Um bei einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Biomasse, und dabei vor allem nach Holz, Angebotsengpässe zu vermeiden und die Nachhaltigkeit zu sichern, müssten weitere Potenziale erschlossen werden, so Hauk. Kurzumtriebshölzer könnten künftig eine solche Quelle für Rohstoffe darstellen. Der Zeitraum für das Projekt ist vorerst auf 2008-2012 begrenzt.

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