1995 abgeschaltet

Umstrittener japanischer Reaktor nach 14 Jahren wieder am Netz

Mehr als 14 Jahre nach seiner Abschaltung ist ein umstrittener japanischer Atomreaktor wieder in Betrieb genommen worden. Der Schnelle Brüter war 1995 nach einem Zwischenfall abgeschaltet worden. Damals wurde zwar niemand verletzt, doch man hatte versucht, den Vorfall zu vertuschen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Tokio (afp/red) - Wie die japanische Atomenergiebehörde mitteilte, ging der Reaktor Monju am Donnerstagmorgen wieder ans Netz. Das Kraftwerk liegt rund 350 Kilometer westlich der japanischen Hauptstadt Tokio und ist eines der größten Projekte des japanischen Atomprogramms. Bei dem Reaktor handelt es sich um einen sogenannten Schnellen Brüter oder Brutreaktor, der Spaltmaterial in wiederverwertbares Plutonium verwandelt.

Das Atomkraftwerk war 1995 nach einem Zwischenfall geschlossen worden. Damals war eine große Menge Kühlflüssigkeit ausgetreten. Zwar wurde niemand verletzt und es trat keine Radioaktivität aus. Der Fall wurde jedoch zum Skandal, weil herauskam, dass Arbeiter und Vorgesetzte ein Video des Unfalls verheimlichten.

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