Sonnenenergie und Holzpellets

Umsteigen auf regenerative Energien lohnt sich

Da eine Umrüstung auf eine umweltfreundliche Heizung teilweise bezuschusst wird, sei der Umstieg auf alternative Heiztechniken zunehmend lukrativ. Gerade die Pelletheizung erobert einen immer größeren Markt. Auch Solaranlagen seien wirtschaftlich rentabel, gerade bei einer ohnehin anstehenden Dacherneuerung.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwäbisch-Hall (ddp/sm) - Die Öl- und Gaspreise steigen weiter. Wer jetzt fossile Energieträger durch erneuerbare ersetzt oder ergänzt, schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auf längere Sicht auch bares Geld. Ausgereifte Techniken, um das Zuhause ohne Öl oder Gas zu heizen sowie warmes Brauchwasser zu erzeugen, gibt es inzwischen viele. Und unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich sogar der Staat an der umweltfreundlichen Umrüstung. Das macht das Umsteigen auf alternative Heiztechniken zusätzlich lukrativ. Ingrid Lechner von der Bausparkasse Schwäbisch Hall: "Oft lohnt sich so eine Kombination zweier Systeme, etwa eine Solaranlage, die hauptsächlich Warmwasser liefert, mit einer Pelletheizung."

Die wohl bekanntesten und beliebtesten Energiegewinner sind Solarkollektoren. Sie gewinnen die im Licht enthaltene Wärme über Absorber. Dabei wird die Sonnenwärme vom Kollektor auf dem Dach durch eine Trägerflüssigkeit zum Kombispeicher transportiert und über einen Wärmetauscher aufs Brauch- und eventuell aufs Heizwasser übertragen. Der Neigungswinkel sollte idealerweise 30 bis 60 Grad betragen und eine Ausrichtung nach Südost bis Südwest haben. Flachkollektoren haben einen guten Ertrag zu einem relativ günstigen Preis. Röhrenkollektoren ernten mehr Energie, sogar senkrecht an Wänden, sind aber teurer. Sie lohnen sich, wenn man wenig Montagefläche hat oder der Standort nicht optimal ist. Preiswerter kommt die Installation zugleich mit einer ohnehin nötigen Erneuerung der Dachdeckung.

Wärmepumpen hingegen ziehen Energie aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich. Das Gerät arbeitet umso effizienter, je niedriger der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizwasser ist. Besonders gut eignen sich daher Fußboden- oder Wandheizungen mit niedriger Vorlauftemperatur. Neue Modelle erreichen bis zu 65 Grad, sie versorgen nach der Modernisierung auch alte Heizkörper. Während eine Luft-Wasser-Pumpe relativ rasch installiert ist, lassen sich die Kollektoren oder Sonden einer Sole-Wasser-Pumpe nur mit zusätzlichen Erdarbeiten einbauen. Eine Wärmepumpe wird meist mit Strom betrieben. Ob sie wirtschaftlich arbeitet, verrät die so genannte Jahresarbeitszahl. Sie zeigt das Verhältnis von Stromverbrauch und gewonnener Wärme an und sollte über 3,5 liegen.

Einen immer größeren Markt erobert sich Holz als nachwachsender Rohstoff und zwar in Form von Pellets (Presslingen aus Holzresten). Sie werden als Brennstoff für bestimmte Kessel verfeuert. Diese arbeiten genauso problemlos und vollautomatisch wie Gas- oder Ölkessel, heizen aber CO2-neutral. Von einem Lagerraum, der Platz genug für den Jahresbedarf an Pellets bietet, werden diese per Gebläse oder Förderschnecke nach Bedarf in den Heizkessel transportiert. Ein Pufferspeicher hortet die überschüssige Wärme. Im Niedrigenergie- oder Passivhaus reicht eventuell schon ein Pellet-Einzelofen, um das ganze Gebäude zu heizen.

Die Zukunft der Energietechnik im Haus wird voraussichtlich den Brennstoffzellen gehören. Durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff mit Luftsauerstoff liefern sie Strom und Wärme zugleich. Diese Technik, die Energie zumeist aus Erdgas, aber auch aus Bio- oder Klärgas gewinnt, ermöglicht eine effizientere Energieausnutzung als getrennte Systeme. Mit der Marktreife von Brennstoffzellengeräten für Privathäuser wird für 2008 gerechnet.

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