Energiekosten

Umfrage: Nur jeder Fünfte schaltet die Heizung an

Die Heizung bleibt trotz sinkender Temperaturen in vielen deutschen Haushalten aus – schließlich lässt sich besonders bei den Heizkosten jede Menge Energie und damit bares Geld sparen. Laut einer aktuellen Umfrage greifen die Deutschen mittlerweile lieber auf die Wolldecke zurück.

Heizkörper© Stephan Poost / pixelio.de

München (red) - Kaum sinken draußen die Temperaturen, wird die Winterjacke aus dem Schrank geholt und zu Hause die Heizung aufgedreht- so denkt man. Nicht die Deutschen: Die sind zum Herbststart noch im Energiesparmodus. Nach einer aktuellen E.ON-Umfrage schaltet derzeit nur knapp jeder Fünfte die Heizung an. Die meisten, nämlich 34 Prozent, machen es sich zu Hause mit einer warmen Decke gemütlich und können damit bares Geld sparen.

Deutsche fühlen sich bei Niedrig-Temperaturen wohl

Auch was die Wohlfühltemperatur in ihrer Wohnung angeht, zeigen sich die Bundesbürger laut Umfrage von der kühlen Seite: Die Hälfte der Befragten fühlt sich bei 19 bis 21 Grad am wohlsten. Über 24 Grad warm mögen es gerade mal drei Prozent der Deutschen.

Bundesweite Unterschiede beim Heiz-Verhalten

Während 33 Prozent der Thüringer schon jetzt die Heizung zu Hause anschalten, drehen gerade einmal 16 Prozent der Bayern den Regler hoch, so die Ergebnisse der Befragung. Zudem liegt die Wohlfühltemperatur bei über der Hälfte (53 Prozent) der Thüringer bei 22 bis 24 Grad - bei den Bayern sind es nur 43 Prozent.

Heizkosten machen drei Viertel der Energierechnung aus

Energiesparen liegt im Trend - das bestätigt auch E.ON-Energieexperte Robert van Loo."Von den täglich im Haushalt anfallenden Energiekosten entfallen fast drei Viertel auf den Faktor Heizung. Hier kann man mit kleinen Maßnahmen schon eine große Wirkung erzielen." Ein Beispiel: Wird die Raumtemperatur um ein Grad reduziert, spart das rund sechs Prozent Heizkosten. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh Erdgas entspricht das 100 Euro Ersparnis im Jahr (jährlicher Durchschnittsverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in einem Reihenhaus).

Ein weiterer Tipp: Auch ungenutzte Räume tagsüber auf 15 bis 16 Grad heizen. Wird die Heizung komplett heruntergedreht, kühlt der Raum ab. Ihn wieder aufzuwärmen, ist energieintensiver. Und beim richtigen Lüften statt dauerhaft gekippter Fenster sind bis zu 50 Euro Ersparnis drin.

Alte Heizungen sind Energiefresser

Aber auch veraltete Heizungen verbrauchen oft überdurchschnittlich viel Energie. Eine Ersparnis von bis zu 30 Prozent beim Brennstoffverbrauch ist bei einer Modernisierung möglich, berichtet Eon. Das senkt die Energiekosten nachhaltig und ist zudem gut für die Umwelt.

Für die Heizungsmodernisierung gibt es günstige Kredite. Die KfW-Bank fördert etwa einzelne Umbaumaßnahmen und Sanierungen, die einer Immobilien zum KfW-Effizienzhaus verhelfen. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Umbau alter Anlagen, sobald erneuerbaren Energien ins Spiel kommen. Gelder gibt es beispielsweise für den Bau von Solarkollektoren oder die Installation von Wärmepumpen.

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