Windfonds hoch im Kurs

Umfrage: Mehrheit der Anleger würde wieder in Windenergie investieren

Fast 60 Prozent der Anleger würden noch einmal in Windprojekte investieren, besonders bei Investitionen vor 1995 zeigten sich die Anleger zufrieden. Dies ergab eine Mitgliederbefragung des BWE. Die Umfrage bestätige, dass sich das Engagement in Windenergie bereits mittelfristig auszahlt, so BWE Präsident Ahmels.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Osnabrück (red) - Nach einer Mitgliederbefragung des Bundesverbands WindEnergie (BWE) würden 59,7 Prozent der Befragten ihr Geld auch in Zukunft in Windenergie-Projekte investieren. Die Erwartungen der Windkraft-Anleger hatten sich größtenteils erfüllt, so vergaben sie in punkto Zufriedenheit die Schulnote 2,9. "Die Anleger sind wieder optimistisch. Das macht der Branche Mut", kommentierte BWE-Präsident Peter Ahmels. Die meisten Anleger (45,9 Prozent) beteiligten sich an Projekten mit einer Summe zwischen 10.000 und 25.000 Euro.

Besonders zufrieden seien die Investoren mit Bürgerwindprojekten und Beteiligungen von vor 1995, so der BWE. Hier lag die Bewertung im Durchschnitt bei 2,3. Die Mehrzahl der Anleger hat sich jedoch erst vor wenigen Jahren mit Windfonds eingedeckt, über drei Viertel der knapp 3100 Fragebögen bezogen sich auf Beteiligungen ab 1998. Dabei schnitten die Investments zwischen 1998 und 2000 nicht ganz so gut ab, so vergaben die Anleger hier die Note 3,2. "Hier dürften sich vor allem zwei Effekte ausgewirkt haben", vermutet Ahmels. "Zum einen die mittlerweile überwundenen technischen Kinderkrankheiten der großen Megawatt-Windturbinen und zum anderen das teilweise unterdurchschnittliche Windangebot der letzten Jahre."

Auf die Frage, ob die Anleger noch einmal in ein Windprojekt investieren würden, antworteten 59,7 Prozent mit "Ja", mehr als 75 Prozent davon würden auch wieder beim gleichen Fonds-Initiator zeichnen. 11,7 Prozent wollten zunächst abwarten, 14,0 Prozent würden in Zukunft die Finger von Windkraftfonds lassen. Bei einer neuen Beteiligung im Windbereich würden die Anleger vor allem auf ein Windertragsgutachten nach den Mindeststandards des BWE, eine Leistungsbilanz des Initiators und die Bewertungskriterien des BWE achten.

"Die Umfrage bestätigt, dass sich das Engagement in Windenergie bereits mittelfristig auszahlt", so BWE-Präsident Ahmels. Zu diesem Ergebnis sei auch eine vergleichende Analyse verschiedener Fondsklassen des Forums Nachhaltige Geldanlagen gekommen. Dabei wurde die Renditeentwicklung von knapp 1750 platzierten geschlossenen Fonds seit 1996 ausgewertet. Dabei haben Windfonds 89 Prozent der geplanten Ausschüttungssumme erreicht und rangieren damit auf Rang zwei - noch vor den derzeit so beliebten Schifffonds.

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